Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 13. für das Schuljahr 1889-1990
- Article
- II. Von der gesetzlichen Erbfolge.
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 4)
- Language
- German
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8 - I 11. Ebenso gewagt ist die ‘Behauptung Michaelis’, aus Ne hemia (c, 6 v. (53) folgern zu wollen, dass eine Tochter des Barsilai aus Gilead von ihren Vorfahren geerbt, obgleich er gewiss einen Sohn hatte, wie fliese* aus II Samuel e. TV), v. 35. 4.1 hervorgeht; denn seit dem ersten Barsilai aus Gilead. der zur Zeit Davids gelebt, bis zu jenem Barsilai im Buche Nehemia. der eine Tochter aus der Familie Barsilais aus Gilead geheiratet und mit den Exulanten aus Babylon zurückkehrte, sind mehrere .Jahrhunderte verstrichen und in dieser geraumen Zeit kann sehr leicht die männliche Linie des alten Barsilai ausgestorben und nur Töchter von den männlidien oder weiblichen Deseendenten desselben zurückgeblieben sein, die nach dem Gesetze erbberechtigt waren. IV. Noch weniger beweisen die von Michaelis angeführten Stellen im 1. Buche der Chronik (c. 2. v. 22) und Numeri (c. 32, v. 4.1), nach welchen Jnir ein Sohn des Segub und Enkel des Ohezron, der aus dem Stamme Juda und dessen Gattin eine Tochter des Machir aus dem Stamme Ma nasse war. .Dieser Jair wird nicht zum väterlidien Stamme Juda sondern zu dem der mütterlichen Seite, dem Stamme Ma nässt; gerechnet. Er muss also — so meint Michaelis — nach seiner Mutter im Stamme Manasse geerbt haben, wie in der That in den angeführten Bibelstellen von seinen Besitzungen jenseits des ,Jordans Erwähnung geschieht, und doch hatte Machir einen Sohn, der Gilead hiess. Schon der Talmud wirft die Frage aut מנין לו ליאיר יטלא היה לו לשגוב »Woher erhielt Jair den Besitz, den sein Vater Segub nicht hatte«?5 Denn Segub erbte nicht, wie Michaelis gegen den Wortlaut der Schrift meint, die Güter von seiner Mutter, der Tochter Machirs und vererbte sie dann auch nicht seinein Sohne Jair, Segub war vielmehr nie im Besitze derselben; wohei׳ hatte also Jair sie erhalten? Diese Frage wird im Talmud in zweifacher Weise beantwortet. Die eine Antwort lautet : מלמד שנשא איר איטה ומתה דרשה■ »dair, heiratete eine Frau, die dann starb und die beerbt(; er«; die zweite Antwort ist: מלמד יטנשא שגוב אשיי, ומתה נהי• מויישיה ומתז מורישיה וי־ייטה •איר »Segub heiratete und diese Frau, die Mutter des ,Jair starb beim Leben derer, die sie beerben sollte, dann starben diese und .Jair beerbte sie. nicht jedoch Segub, da er, der Manu, in diesem Falle nicht als Erbe seiner Gattin auftreteu ■'׳ Halm TJaMira 1 1 I '׳. l I:;■׳. Yorgl. Abraham Ihn TAra Xumori c. v. 4-i.