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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1889-01-01 · 13. für das Schuljahr 1889-1990 · p. Seite 7

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
13. für das Schuljahr 1889-1990
Article
II. Von der gesetzlichen Erbfolge.
Date
1889-01-01
Page
Seite 7 (sequence 3)
Language
German
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IRI
…/3122061-10812809--024-280530
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7 2. Anmerkung. Michaelis4 führt fünf Fälle an, in denen Töchter neben Söhnen des Erblassers in Israel als Erben eingesetzt wurden, und zwar: I. Im Buche Hiob (c. 42 v. 15) wird erzählt, Hiob habe seineu Töchtern ein Erbe unter seinen Söhnen gegeben. Allein hier ist nicht davon die Hede, dass Hiob seine Töchter als Erbinnen gleich seinen Söhnen eingesetzt habe, es wird nur gesagt, dass er seinen Töchtern mittelst Schenkung Besitz von den den Söhnen bestimmteil Erbgütern gegeben hat, wie dies der Text ausdrücklich mit den 'Worten ויתן להם אביהם »Und ihr Vater gab ihnen« betont; es heisst nicht וינחיל אותם »er vererbte, ihnen,« es war also bloss ein Cieschenk (מתנה), wozu er nach dem Gesetze allerdings das Hecht hatte. Hätte Michaelis die Textesworte sorgfältiger geprüft, so würde er nicht die Bemerkung gemacht haben: »welches (nämlich die Handlung Hiobs) ich nicht mit Perzionio von reichen Geschenken zu erklären weiss, ohne der Bedensart Gewalt zu thuu«. ׳ II. . Daraus dass iu der Genealogie der Söhne Aschers sowohl Genesis (c. 46 v. 1.7) als Numeri (0. 26 v. 46) deren Schwester Serach erscheint, schliesst Michaelis, dass sie mit ihren Brüdern geerbt habe, eine Vermuthung, die keine feste Grundlage hat. Vergleiche Nachmanides Numeri (a. a. 0.). Nach Onkelos’ Ansicht wäre Serach eine Stieftochter des Ascher gewesen, deren Vater, ohne Söhne hinterlassen zu haben, gestorben war, wodurch sie dessen Erbin wurde; ihre Mutter habe nachher den Ascher geheiratet; sie. wurde Tochter Aschers genannt, obieich sie nicht seine leibliche Tochter sondern nur die seines "Weibes war. Dafür spricht der Ausdruck in Numeri ושם בת אשר שרח » Und der Name der Tocliter Aschers war Serach«, das Wörtchen ושם will andeuten, dass sie nur nominell die Tochter Aschers war. Ebenso geht dieses aus der Stelle in Genesis hervor, wo es nicht so wie in v. 15 bei Dina der Tochter Jacobs ובתו שיח »Und seine des Aschers Tochter Serach« heisst, sondern וש־יח אחותם »Und ihre Schwester Serach«, weil sie nicht eine leibliche, Tochter Aschers und daher bloss eine Halbschwester von dessen Söhnen war. (Siehe noch Haschi z. St. und die fernem Bemerkungen des Naehmanides a. a. ().) * Michaelis Mosaisches Iteclit Th. II, 8. 07 II'.

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