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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-12-01 · 12 (Dezember 1846) · p. Seite 479

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
12 (Dezember 1846)
Date
1846-12-01
Page
Seite 479 (sequence 41)
Language
German
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Recenfiüven 479 manche Analogien -rängen sich hierbei dem Unbefangenen auf, zumal wenn man die ausführlichere Darstellung in den Quellen (R. A. von A. David Cohn Nr. 22 K. 9 —11 und Jacob Weil Nr. 163) yachliest. — Von den Rabbinen und ihrer Kenntniß kommt Hr. Verf. wieder auf das Gesetzftudium selbst zurück, wie solches nach und nach Ln Verfall gerieth und in Witzspielen, sogenanntem ^Pilpul/- auSarieie. Vfberührt hierbei S. 196 Anmerk, «.-die sogenannten „Nürnberger" und „Regensburger" als Benennungen scharfsinniger Auflösungen im Talmud, welche auf de» Schulen von Nürnberg und Regensburg beliebt waren. — Diese sogenannten „Nürnberger" sind aber nichts weiter, als die den Talmud Lernenden bekannten „Blosser" (eigentlich ritt fc&a), und findet sich mehr hierüber in dem Büchlein von Moses Melamed, ins Lat. übersetzt unter dem Trtel „l-iher usus Talmudici“ von Bashuysen, welches wir zur Ergänzung noch bemerken wollten. — Zuletzt werden die bedeutendsten jüdischen Gesetzlehrer in Nordfrankreich und Deutschland vom Jahre 1000 —1500 mit Calonymos „aus Lucca" (welchem jedoch nach den seitdem bekannt gewordenen Forschungen des sel. Landauer dieser Beiname nicht zukäme, sondern seinem Großvater, vgl. Lit.-Bl. des Orients Jg. 1846 Nr. 7) anhebend und mit dem Verfasser des Buchs „Agur", Jakob Larrdau, schließend, — zusammen 135 — nochmals recapitulirt (S. 192 — 194) und nach einem kurzen Ercurs über den Geist der damals in jenen Gegenden herrschenden biblischen Hermeneutik (wobei wir jedoch auf das oben über Joseph Bechor Schor Gesagte verweisen), -wird die geringe Bekanntschaft des spateren Mittelalters mit den großen Grammatikern der arabischen Schule und die allmalig überhand nehmende Nachbeterei älterer Autoritäten beklagt, sodann aber werden die gelehrten Abschreiber, denen wir die Erhaltung so mancher alten Literaturschätze verdanken, rühmend erwähnt und deren 36 aus dem 13. Jh. und 60 ans dem 14. Jh. namentlich aufgezählt, worauf diese inbaltreiche Abhandlung mit einigen interessanten Notizen über den Preis' hebräischer Handschriften in den verschiedenen Epochen vom 12.— 15. Jh. schließt. Wir brechen hier in der Veurtheilung dieses Werkes, welches stets eine Zierde der neueren jüdischen Literatur bleiben wird, vorläufig ab, uns die Besprechung der anderen, mit dem Vorhergehenden minder zusammenhängenden Abhandlungen für die Zukunft vorbehalteud. vr. B. Beer. Necentionen. . Antikritik der Geschichte der Israeliten von Alexander dem Großen bis auf gegenwärtige Zeit von Dr. I. H. Deffauer rc^*) In der ersten Nr. dieser,Zeitschrift 1846 — höchst wahrscheinlichem dadurch Gelegenheit zu haben, sie an alle Buchhandlungen und somit an ein zahl- *) Wir geben, um der Unparteilichkeit zu genügen, auf Verlangen des Herrn Deffauer diese Antikritik, die eher die Kritik des Herrn S. Cassel bestärkt als widerlegt. Das Urtheil über das Werk des Herrn D. stehet bei Allen, die mit dem Geiste der jüdischen Geschichte vertraut sind, fest; und wenn auch die Heftigkeit des Herrn C. nicht zu billigen ist, so findet fie in dem bittern Gefühle, daß auf solche Weise Geschichte geschrieben wird, ihre Entschuldigung.

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