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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-12-01 · 12 (Dezember 1846) · p. Seite 477

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
12 (Dezember 1846)
Date
1846-12-01
Page
Seite 477 (sequence 39)
Language
German
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Zur Wissenschaft des Judenthums. 477 im Pentateuche zweimal erzählte Thatsache von den Wachteln nur einmal stattgefunden habe und so manche andere rationalere Auslegung fanden wir ni cht darin, wogegen im ganzen Commentare viel Gewicht auf sogenannte QtUqt wird und derselbe überhaupt über die gewöhnliche Volksanschauung seiner Zeit sich nicht erhebt. Nur einmal wagt er es auzuführen, daß nvSV als Gegen sah eines bei den heidnischen Priestern üblich gewesenen Gebrauchs verboten worden fei (wie auch schon MaimonideS behauptet), widerlegt aber diese Meinung sogleich „Namens seines Lehrers" dadurch, daß dies der Grund nicht sein könne, weil doch ben rma» ww-Dftto erlaubt sei. — Wie weit er sich zu (für seine barbarische Zeit der Scheiterhaufen gegen Andersgläubige allerdings zu entschuldigenden) fanatischen Ercentricitäten verleiten ließ, zeigt folgende Stelle im Abschnitt Bereschith, die wir wörtlich hersetzeu: rüflttSn öA i-n ö?ra» nn-nt? töm vb 'mnzb tjüttii. PI •pfc-ÄüöM ötco •pw sVrt» w. - Raschi, Jbn Esra (mit den Worten . pH), ferner 'fi'ti werden häufig citirt, einmal (im Abschnitt Mn ^2) auch rttnstl nTprin. Uebrigens hat jenes im I. 5140 (1380) geschriebene Exemplar mancherlei Zusatze und Randbemerkungen von anderer Hand, ist auch an mehreren Stellen verheftet, und es könnte möglich sein, daß es blos eine Ercerptensammlung des umfassenderen Kommentars des Bechor Cchor Ware, obgleich der Titel die Worte hat: -fits ^122 C)öti .Sb »rnrn Doch kehren wir zu dem Werke des Hrn. 0r. Z. zurück. — Von S. 76 bis 96 wird eine Ueberficht der commentatorischen Arbeiten des 13. Jahrhunderts ertheilt. — 19 Commentatoren aus diesem Zeiträume werden namentlich bezeichnet, außerdem 23 Commentare von biblischen Büchern und exegetischen Werken, deren Verfasser nicht genau bekannt sind, hierauf einige die Bibel commentireude Stellen unserer Tosaphot angemerkt und über die unter dem Namen „Daath Sekenim" edirten pentateuchischen Tosaphot ausführlicher referirt. — Die Anzahl derartiger schriftstellerischer Arbeiten sinkt nun von 1300—1500 (S. 96 bis 107) mit dem Verfalle der Wissenschaft bei den französisch-deutschen Juden. Aus diesen 200 Jahren werden blos 19 Namen und 17 Commentare und Glossen von nicht genannten Autoren aufgezahl^ — Von S. 107—122 folgt das Verzeichniß derjenigen französisch-deutschen Juden des Mittelalters, welche vorzüglich hebräisch-grammatische Studien trieben, auch „Punktatoren" genannt. — Mit R. Jacob ben Meir Tam, dem berühmten Tosaphisten, anhebend, werden 40 jener Männer namentlich angegeben, außerdem 11 Werke Ungenannter und mehrere sogenannte „Schreiber von Mustercodices." Der Abschnitt von S. 122—157, welcher die Ueberschrist Sittenlehrer führt, eine Glanzpartie der ganzen Abhandlung, laßt sich zuerst über die Parteilichkeit herb aus, wie über die Gesinnungen der Juden aus jener Periode im Berhältniß zu der sittlichen Stufe, auf welcher „die Priester in Tyrol (und wohl auch in anderen Gegenden!) noch vor zweihundert Jahren standen," geurtheilt ward, sodann werden als Quintessenz der damaligen jüdischen Sittenlehre 9 Stücke aus verschiedenen, theils asketischen, theils moralischen, theils rimalgesetzlichen Werken jener Zeit in treuer Uebersetzung mitgetheilt. — Wir hatten Beispiele von rechtlichen Entscheidungen aus den Codices, Halachischen Commentaren und Rechtsgutachten noch hinzugewünscht, woraus die rigorose Rechtlichkeit

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