Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 12 (Dezember 1846)
- Date
- 1846-12-01
- Page
- Seite 476 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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476 Zur Wissenschaft desJudenthumS. (Jebamoth 56). Daß er Kabbalist war (wie in den additamentls ad cat. cod. Lips. p. 320 aus Jalkut Reubeni 60, d (nicht c] gefolgert wird) ist wohl problematisch, da an letzterer Stelle nicht ausdrücklich Isaak halaban, sondern blos > innLN Wä* genannt ist. Bei Perez ben Elia (S. 4L) hätten wir gewünscht, daß der Hr. Vf. seine in den mehrerwähnten ädditament. gegebene interessante Nachweisung über den eigentlichen Verfasser des sonst diesem Tosapbisten zugeschriebenen kabbalistischen Buches rvrtä hinzugefügt hätte; eben so wäre S. 49 bei der Erwähnung, daß Mieser aus Mainz ()^^) um I. 1140 gelebt habe,' die Notiz vielleicht am rechten Orte gewesen, daß jedoch das in unfern Händen von ihm befindliche Werk, gewöhnlich -nsn genannt, erst nach 1247 zusammengestellt sein kann, wie aus einer Angabe in fol. 140 desselben erhellt. — Zu S. 50. Zfaak, der Verfasser der Tosaphot zu Moed Katan, führt auch ntil'rn an (ib. 21 b. und 23 a.). — S. 55. Das tf+rtW welches der Hr. Vst nicht entziffert, ist wohl ohnstreitig Verdun, wie aus Moed Katan 23 a. ersichtlich wird. Hiustchtlich der Ortsnamen müssen wir noch Folgendes hinzüfügen. „Tuch" (wo die “pi: rflööin gesammelt wurden und über welchen Ort sowohl Zunz als Jost im Ungewissen blieben) ist Touci (auf neueren Karten „Toucy") lat. "koGiaeuw, im jetzigen Departement der Bonne (demselben, wo auch SenS liegt. Stammort der Sens-Tosaphot) ohngesähr 6—7 Lieues von Aurerre. Im Mittelalter gab es Herren von Touci, welche sich in der Geschichte Frankreichs berühmt machten. — Wohnort des R. Jacob ben Meir Tam, von Zunz in dem vorliegenden Werke Rameru genannt, ist Ramerup, im jetzigen Depart. der Aube, 7 französ. Lieues von Trohes (also mit der Angabe im 2edab taderecb rviatns 's w ziemlich übereinstimmend)—ewö (S. 42 des vorliegenden Werks) ist Gournay, lat. (lornaGaw, jetzt gewöhnlich Gcürnay en-Bray genannt, im Depart. der unteren Seine.— vls^iN (Tosaphot, ^boda sara 21a) ist, da wohl hier an „Erfurth" schwerlich zu denken ist, wahrscheinlich Hautefort im Departement der Dordogne. — "pxbp, welches Zunz S. 52 des vorliegenden Werks und p. 316 der additament. als Heimathsort mehrerer Tosaphisten aunimmt, ist wohl die Stadt Cliffon in der Bretagne, jetzigem Depart. der unteren Loire, durch ihre Alterthümer berühmt. — Eins der reichhaltigsten Verzeichnisse, die eine Literaturgeschichte gewähren kann, Bietet uns der unermüdliche Hr. Vrf. in folgendem Abschnitte/betitelt: Exegeteri. Zuerst werden (S. 60—76) die jüdisch-französischen biblischen Eommentatoren vom I. 1000—1200, soweit sie uns bekannt, aufgezählt; es find deren 27, außer mehreren Ungenannten, worunter der Vf. des Raschi früher zugeschriebenen Commentars der Chronik. In diese Mittheilungen sind (von S. 62 — 67) mehrere nachträgliche Notizen zur Literärgeschichte Raschi'S, als Vervollständigung der vom Hrn. Vrf. im 1.1822 verfaßten interessanten Biographie dieses großen Commentators, eingereihet. — Hierbei haben wir zu S. 74, hinsichtlich des pentateuchischeu Commentars des Io-seph Be chor S chor, auf den Hr. vr. Z. später (S. 198) nochmals zurückkommt. Folgendes zu bemerken. Das zu Leyden befindliche Manuftript dieses Commentars (Nr. 27 ex Bibliotb. Warner.), welches wir bei unserer jüngsten Anwesenheit daselbst (August 1846) in Augenschein nahmen, rechtfertigt die (allerdings schon von Geiger bestrittene) Ansicht n icht, daß Bechor Schor einer von seinen Zeitgenossen sich auSzeichnenden Hermeneutik gehuldigt habe. Die ihm zugeschriebene Meinung, daß die