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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-12-01 · 12 (Dezember 1846) · p. Seite 475

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
12 (Dezember 1846)
Date
1846-12-01
Page
Seite 475 (sequence 37)
Language
German
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475 Zur Wissenschaft des Judenthums. tentheils halqchischen) Diskussionen, welche die nordfranzöstschen Rabbinen von ohngefahr 1L09-^12üY der gewöhnlichen Zeitrechnung beschäftigte»; eine Aufzählung jener eigentlichen Losa vH i tischen Mitarbeiter nach ihrer specifischen Theilnahme und Wichtigkeit, sowie eine Darstellung ihrer gegenseitigen Verhältnisse zu einander, würde daher die Einsicht in die aus lebendigem mündlichem Verkehr hervorgegangene tosphotische tzehrweise am meisten fördern. Wir beabsichtigen in Obigem keineswegs gegen die gediegene und bewahrte Weise des Hrn. Vfs. einen Tadel auszusprechen, sondern wollte» blos unsere Ansicht über eine stommende Behandlung dieses LiteraturgegenftandeS hierbei an den Tag legen. Eben so möchten wir die nach dem Schluffe der oben angegebenen Periode noch, entstandenen Glossen zum Talmud, wenn sie auch von ihren Urhebern und Sammlern (z. B. Ascher ben Jechiel) genannt werden, nicht mit unter den Tosaphot aufgezahlt sehen, da dieser AusdrnE einmal zur ausschließlichen charakteristischen Bezeichnung der gloffatorischen Arbeiten ans nurgedachter Periode gewählt worden ist. (Vgl. Asulai LN2) Th. Mßnachem ben Serach, den der Hr. Vf. S, 43 mit als Gewährsmann anführt, daß Ascher den Jechiel Tosaphot verfaßt habe, definirt gerade jenen Begriff im engern, auf jene Periode beschrankenden Sinne; denn er scheidet die Zusätze und Novellen anderer nicht tosaphitjscher Gelehrten, die R. Ascher in' sein Compendium ausnahm, N'Sdinn .•isä nnr; WW ausdrücklich von den darin befindlichen Auszügen der Tosaphot (n^dinn Die sogenannten (worauf in Aschers G. A. 52 (nicht 53}, 3. Bezug genommen wird), nennt Menachem b. Serach nicht niLvln sondern und fügt blos hinzu, daß R. Ascher die Senstosaphot abgekürzt und mit Bemerkungen und Erläuterungen anderer Novellisten •pwntfi versehen habe; I. b. Schescheth (R. G. A. Nr. 181) bezeichnet übrigens die eigentlich mit dem Namen — Sollten alle den Tosaphot uachgebildete Glossen zum Talmud mit unter den eigentlichen Tosaphot aufgezKhlt. werden, so dürsten-auch die spätere«, theilweise in die Schitta's des R. Bezalel aufgenommenen gloffatorischen Arbeiten von Isaak ben Schescheth, I. Abuab, David ben Simxa und Anderen nicht fehlen. — Jm ND^N bV»S §. 327 heißt es zwar NÄvIN LWA nwr* nrnx pl, Ob aber hierunter Isaak ben Scheschet, ob ein Jehuda ben Simeon, wie Öonstaatin de i’Empereur in der lat. Uebersetz. zur Stelle meint, oder irgend ein älterer Tosaphist (Isaak ben Samuel) verstanden sei, ist noch zu erwägen. Ueber Einzelnes in den mit der unglaublichsten Genauigkeitzusammengestellten literarischen Notizen des Hrn< Vfs., die Tossphisten betreffend, hatten Wir vorläufig nur Folgendes zu bemerken. -* Isaak halaban wird S. 33 mit unter den Tysaphotverfaffern anfgezahlt, obgleich er eigentlich weder solche verfaßt noch gesammelt hat, sondern vielmehr einen Commentar zum Tr. Kejuboth. Commentare zu talmpdischeu Traktaten aber von Glossen oder Tosaphot spezifisch verschieden find, wie wir gleich anfänglich qndeuteten. (Vgl, auch S> Bloch Aumerk. 59 zu ‘»"m rvriVtrv; woselbst die Tosaphot zu Nafir, weil ste mehr der eommentarischen Welse ähneln, gar nicht als eigentliche Tosaphot anerkannt werden); Ob übrigens Isaak Halaban wirklich aus „Prag" gewesen sei, möchten-wir fast bezweifeln, und dürfte vielleicht „Paris" oder etwa Parrsur-Usbe, wodurch auch der Zuname motivixt wird, vom weißen UM (and?), haKr anzunehmey sein/ da er mit R I. Tam (per zu Ramerp bei Troyes wohnte) m lebhaftem mü nd li ch en Verkehre war. So heißt es; 36*

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