Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 12 (Dezember 1846)
- Date
- 1846-12-01
- Page
- Seite 474 (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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474 Zur Wissenschaft des JudenthumS. itnb dessen Schüler (Töttia iil^S *iöh Megilla 23b.) B) 29 sogenannte Verfasser von Tosaphot, aus Denendie bereits vorher unter den 43 genannt waren; O) 16 altere Autoritäten, worunter jedoch die ni ch t fr anzösischen nicht begriffen find; D) 151 alphabetisch geordnete Namen von gleichzeitig (im 12. u. 13. Jh.) Ln Frankreich und Deutschland lebenden Männern, welche Tosaphisten waren, ohne jedoch im Sinne des Vss. Tosaphot-Verfasser gewesen zu sein; E) verschiedene spezielle Bezeichnungen, als „der Nakdan," „mein Oheim der Lehrer," „mein Lehrer/' „unser Lehrer," „Ungenannte" und allerlei Gebetsammlungen und besondere Werke; und F) 15 Männer, die Spanien, der Provence, Ztalien, Griechenland und Aftika anaehören. — Hinzugefügt find dann noch (S. 57—69) kurze Bemerkungen über „französische , spanische, Alsasi-Tosaphot," über einige italienische Tosaphotverfaffer (Moses b. Meir aus Ferrara und lesaia ävlrsm), über die Schittahsammlungen des R. Bezalel und über die Pkske-Tosaphot. — Die von Hrn. Dr. Z. hierbei befolgte Methode, die eigentlichen Verfasser (oder vielmehr Sammler) von Tosaphot von denjenigen Tosaphisten, die bloS in den Tosaphot als fragend, erwieoernd oder erläuternd angeführt werden, streng zu sondern und Erstere gewissermaßen als Hauptpersonen voranzustellen, zeugt von der bewunderungswürdigen Gründlichkeit und Ausdauer, womit der gelehrte Vs. dieses Thema durchforscht hat. Das Streben, die Entstehung und Verarbeitung dieser bisher noch nicht genug gekannten und gewürdigten reichen Literaturmaffe dem literarhistorischen Forscher zu möglichst klarer Anschauung zu bringen , ließ ihn auch aus das scheinbar Unwichtigere seine Aufmerksamkeit lenken, und zuweilen aus den spärlichsten Notizen , in, wenig zugänglichen Werken und Handschriften dip Verfasser und Editoren talmudifcher Glossensammlungen mit geistreicher. Combination ausfindig machen. — Nach dem oben schon angedeuteten Begriff des eigentlichen Wesens unserer Tosaphot glauben wir jedoch nicht, daß die in dem vorliegenden Werke als „TosaphoL-Verfaffer" speeiell bezeichneten und bloS weil sie auch zufällig Tosaphot schrieben, sammelten, bearbeiteten und edirten, nicht aber wegen Ihrer vorzüglicheren Theilnahme an den Discusfionen unserer Tosaphisten, in den Vordergrund gestellten Männer gerade deshalb von den übrigen Tosaphisten zu unterscheiden find. Die von jenen 43 zuerst verzeichueten Männern bearbeiteten Tosaphot find großen theils nicht mehr in unser» Händen, wahrend unsere Tosaphot wieder zum Theil aus andern früher« Sammlungen entstanden und abgekürzt sind, so? daß die Auszählung der Ersteren — obgleich an fich interessant— doch mit dernäheren Kenntniß unserer Tosaphot nicht so ittnig zusammenhangt. Um ein richtiges Gesammtbild von den Tosaphot zu geben, käme es vielmehr hauptsächlich daraus an, vorerst auf diejenigen Tosaphisten ein helleres Licht zu werfen, von denen die meisten und umfassendsten Discusfionen herrühren und deren Aussprüche größeres Gewicht haben; ihnen hätten sodann die übrigen in den Tosaphot als discutirsud eingeführteu oder bei Erklärungen und erzählten Thatsachen als Autoritäten citirten Männer, nach Maßgabe ihres größeren oder geringere» Einflusses auf den bosphotischen DiScusfionsgang oder auf die Erläuterung des talmüdischen Textes, zu folgen. Dis Sammler oder Herausgeber der verschiedenen Tosaphot bilden nur ein äußeres Moment zur Kenntniß der eigentlichen tosphotischen Wirksamkeit, sie geben nur hle und da irgend ein Anhalten zum besseren Verstandniß des Inhalts, während dis fragenden, replkirenden und erläuternden Tosaphisten die eigentliche Seele jedes tosaphotischen Dibur's fink Unser Hauptaugenmerk ist auf das sosaphotische Material gerichtet, K i. auf die Substanz der taltnndischett (größ-