Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 12 (Dezember 1846)
- Date
- 1846-12-01
- Page
- Seite 469 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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Allgemeine theologische Bibliographie. 469 theilt hier einen schönen Versuch nach dem Vorgänge Reland's mit, der bedeutend zur Sprachkenntniß des Talmuds ff. beiträgt. Es werden hier auch manche Wörter im Aruch, bei R. Hai Gaon, R. Chananel u. A. aufgeklärt, es konnte aber auch andrerseits diese erste Arbeit nicht alle arabischen und persischen Wörter im Talmud bringen und wird wohl der Vers, diesen Forschungen noch weiter seinen Fleiß widmen. Vielleicht dürste derselbe auch dann zu einer Systematisirung kommen und das Fremdsprachliche auch nach dem Zeitalter ordnen, an diesem den Probirstein für jenes finden. So ist z. B. unwahrscheinlich, daß beider letzten Sylbe des te'-raa an das arabische Kala, „er sagte," zu denken sek. war schon eingebürgert vor der Maccabäerperiode, war Bezeichnung eines noch unter persischer Herrschaft creirten Amtes und also aus Persien mit den Juden nach Palästina gewandert (vgl. unseren gerichtlichen Beweis S. 68. Anmerkung). Ueberhaupt ist genau zu beachten, wo, ob in Mischna, jerus. oder babyl. Talmud u. s. w. das fremde Wort vorkomme. Die Mischna hat größ- .tentheils griechische, selten persische (wie bei aus der Perserzeit herstammenden Bezeichnungen) und arabische Namen (Pflanzen). Der jerus. Talmud hat ebenfalls griechische und auch lateinische Wörter, dem babyl. Talmud ist das Griechische ganz fremd, hingegen ist bei ihm das Persische prävalirend. In einer Besprechung des neuesten Werkes von Dukes über den Sprachgebrauch der Mischna gedenken wir manches Ausführliche über diesen Gegenstand zu bringen. — Der Verf. hatte auch anmerken mögen, daß Manches schon Ln der Bibel vorkommt. So wird angeführtnVw "QN." Dieses Wort findet sich schon in Esra zweimal. „2^ *pVin nn," ist schon Hohel. 1, 10. — Die Ableitung von dem persischen Talesch „ein persisches Priesterkleid" scheint nicht richtig, da überhaupt die Benennung für jedes Kleid ist. Eher dürfte die aramaische Nadir (wie das hebräische und daher rxÄrv« — -pö) zu Grunde liegen. — Sehr-unwahrscheinlich, weil ganz dem jüdischen Geiste zuwider, wird für „Mithra" genommen (der Vers, sagt jedoch selbst »H^); ynaatt kommt zuerst im babyl. Talmud vor, also im Munde Ln Persien lebender jüdischer Autoren, die wohl schwerlich den Gott der wegen ihres Heidenthums so sehr von ihnen verabscheuten Perser an die Spitze der Engel setzen und oöd 1T1V sagen werden! Selbst als Apellativum (-irtfra soll auf persisch groß ff. heißen) würden sie sich so wenig einer solchen Bezeichnung bedient haben, (man denke nur an das *6 ^1-1 LlLI). wie die späteren Juden des Namens Christus zu solchem Gebrauche, obgleich auch dieses eigentlich nur ein Eigenschaftswort. — An mancher nähern Motivirung scheint der Vers, durch den engen Raum behindert worden zu sein. So sagt er gegen Reland, der iTOsx. für ein persisches Wort erklärt: Wi »in® m Hier wäre sehr.wünschenswerth gewesen, daß der Verf. das lateinische Wort angegeben hätte. Burtorf h. v. hält es für insvdvTrig. — Doch soll durch diese Bemerkungen keineswegs dem Werke etwas an seinem Werthe benommen sein und wünschen wir Herrn Jelliuek recht bald wieder auf diesem Gebiete zu begegnen. ' F. Emunot Wedeot oder Glaubenslehre und Philosophie Saadja Fajjämi. Aus dem Hebräischen mit theilweiser Benutzung des Arabischen, übersetzt von vr. Julius Fürst. Leipzig 1845. Otto Wigand. Diese Uebersetzung bildet einen Theil eines großen CycluS von Uebersetzungen jüdischer religionsphilosophischer Schriften, und spricht sich der vollständige