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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-12-01 · 12 (Dezember 1846) · p. Seite 467

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
12 (Dezember 1846)
Date
1846-12-01
Page
Seite 467 (sequence 29)
Language
German
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Allgemeine theologische Bibliographie. 467 n"nn aber nicht 4'na war.) Es find in diesem Werke auch Responsen anderer Autoren niedergelegt; der Herausgeber, Herr Rosenberg, übergab das Msept., das aus einem andern zu Tunis befindlichen Mscpt. von einem russischen Jude« abgeschrkeben worden war, ganz so dem Drucke, wie er es vorgefunden, .und vermehrte es mit von Herrn David Kassel in Berlin, der auch den Druck überwachte-, verfaßten Anmerkungen. Herr Kassel schrieb auch eine Einleitung, und fügte zu Ende des Werkes einen Inder, Tertverbefferungen und einige literarhistorische Forschungen hinzu. K'S. Arbeit ist in mehrerer Hinsicht verdienstvoll, und erleichtern vorzüglich seine Hinweisungen auf die betreffenden Talmud- und anoere Stellen das Lesen des Werkes. An der Echtheit dieser Responsen ist wohl nicht zu zweifeln; es weist sowohl ihr ganzer Inhalt, als die bei anderen Autoren citirten Stellen deutlich darauf hin. Ein großer Theil der Refpons. find durch die Anfragen des Neffen und Schülers des Verf. R. Ascher ben R. Salomon veranlaßt, und find ungemein kurz. Herr Kassel glaubt gerade in dieser Kürze, die man im Gegensätze zu den an Disquifitionen reichen Responsen der Spateren auch bei den Geonim und Alfasi u. A. findet, einen Beweis der Authenticitat wahrzunehmen. Aber diese Kürze ist zu weit getrieben und laßt oft unbefriedigt. Man vgl. Resp. 15 (in der Frage S. 3 Z. 6 von unten ist ein Fehler und muß heißen *"p '*& -ä>q), und findet schon Bet Joseph (1. I.) dieses Respons. ausfallend *). — Respons. 17 beantwortet nur einen Theil der Frage (hinsichtlich über wird geschwiegen). — Respons. 19 ist sogar nicht gehörig motivirt; bei der Fragestellung spricht der Umstand für den Schuldner, daß, hatte er nicht gezahlt, der Gläubiger wohl den swaurn nsta gut aufbewahrt haben würde, so wie überhaupt gegen jede abhanden gekommene, verlöschte u. s. w. Urkunde stets ein Verdacht, daß sie schon gezahlt sei, entstehet (vgl. Baba Mezia 12. Tur Chosch. Mischp. c. 41. 74. u. sonst). Freilich bei dem in der Frage angeführten. Fall herrscht nicht in solchem Grade der Verdacht, da der Gläubiger noch die eigentliche Urkunde hat: aber jedenfalls ist das VÄN in dem Respons. nicht treffend. — Frage 25, wo der Fragesteller schreibt, daß er eine auffallende Norm in seinem (R. Jehuda's) Namen gehört habe, antwortet, er,.daß diese Norm falsch sei. Auch die kürzesten Respondenten pflegen in dergleichen Fallen zu sagen: ''tzW’ü nptti u. dgl. — Resp. 37 besagt deutlich, daß noch Etwas vor dieser äußerst kurzen Antwort vorhergegangen sein muß. — Nicht minder befremdend ist Resp. 52. — Diese ungemeine unbefriedigende Kürze tritt aber nur in den Responsen an den gedachten R. Ascher hervor; hingegen sind die Nestzons. an Andere gehörig motivirt, zwar gedrängt, aber mit umfassender Klarheit auseinandergesetzt. Es scheint daher, daß entweder R. Jehuda nur dem R. Ascher, als seinem vertrauten und ihm ver- 1) Herr Kassel meint in dem angehangten rnnrnv *ppn irrigerweise, daß in diesem Resp. eine erste Anfrage unbeantwortet bleibe. Das nrrwN yw^pa ''La ist nicht allgemein angenommen, nach Rafchi n'^p p'a beziehet es sich auf einen andern Fall. Tosafot und nach ihnsn R. Ascher nehmen es für jede Reeognition an (vgl. auch Bet Joseph 1.!.), und so konnte der Fragesteller sich nur auf R. Ascher beziehen (vielleicht hieß es ursprünglich irnnvjr 8 8 trän *iran und ist Manches ausgefallen), worauf dann auch die Antwort passend. Daß übrigens Mehrere diesen Widerspruch im R. Ascher wahrgenommen (also nur weil R. Ascher sich widerspricht), zeigt Bet Joseph genügend.

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