Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 12 (Dezember 1846)
- Date
- 1846-12-01
- Page
- Seite 464 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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464 Allgemeine theologische Bibliographie. griffe derselben aus. Darum haben die spanischen Poesien gar nicht den Charakter der Pijjutim, und ihre „liturgische Poesie" unterscheidet sich nicht als solche begrifflich von der nichtliturgischen. — Zu Spanien gehört eine Zeit lang die Provence, welche später das Vermittlungsglied der Juden unter arabischer und christlicher Herrschaft in jeder Beziehung wird. Hier haben wir vorzüglich die.Uebersetzungspoesie zu suchen. Endlich ist noch die Thatsache zu merken, daß auch liturgische Poesien in arabischer Sprache gedichtet wurden, vermuthlich war sogar der sonst der Poesie nicht allzu günstige Ma imonides Verfasser solcher arabischer Poesien. Diese, im Verhältniß zu ihrem Stoffe eher zu kurze als weitläufige Auseinandersetzung desjenigen, was bisher für die Geschichte und Kenntniß der neuhebräischen Poesie geschehen, hielten wir für nöthig, um die nachfolgenden-Mittheilungen einzuleiten. Eine allgemeine Behandlung der Pijjutim im engern Sinne wird wohl erst dann möglich sein, bis das Wesen und die Form der ihnen zu Grunde liegenden Haggada weiter zur Kenntniß des größeren Publikums gekommen sein wird. Nachbildungen sind, schon nach dem Urtheile Zunzens, fast unmöglich, denn die Pijjutim selber bedurften bald für den jüdischen Gelehrten eines Kommentars. Für die allgemeinere Kenntniß der liturgischen Poesie Spaniens ist durch das Werk Sachs' ein bedeutender Schritt gethan. Für die außerliturgische Poesie des Mittelalters ist, wie aus der oben mitgethcilten Literatur hervorgeht, verhältnißmä^ig sehr wenig geschehn. Es dürste also an der Zeit sein, diese Partei, welche noch dazu den bekannten Literaturpocsien näher steht, einem größer« Publikum vorzuführen. 4 Allgemeine theologische Bibliographie. -,rd -a pri2-> S Ü2NN ’b-o npwn 6'ao'irft -i»«« (1 /'-in -pi-isia a<*nalvAap satt wn ^2 m»2ircY rrtVinam' ww wwi 122^1 uä'&riin *p nw» rw yrüi (2 .<->n Jsroaaswn *p p*pN2^ oism troi amn onaaip (3 .i'Sn ä->2s^i Die vorgenannten drei Schriften sind zum erstenmal nach aufgefundenen Manuskripten edirt. Es muß hier vor Allem der Herausgeber mit Anerkennung gedacht werden, da, wie es an diesen Editoren wahrzunehmen ist, die Vorsehung sich besonderer Mittel zu bedienen scheint, um manche Werke der Literatur vor Untergang zu bewahren. In früherer Zeit, wo Liebe zum Judenthum in Aller Herzen lebte, wurde natürlich auch die jüdische Wissenschaft — wenigstens auf dem Standpunkte, auf dem sie sich damals, befand — gefördert; man rechnete es