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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-12-01 · 12 (Dezember 1846) · p. Seite 458

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
12 (Dezember 1846)
Date
1846-12-01
Page
Seite 458 (sequence 20)
Language
German
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458 Die Effacr. Wir gehen nun zu den talmudischcn Nachrichten über die Essäer über. Josephus sagt (§. 5), daß, ehe die Sonne aufgehet, sie nichts Profanes sprechen *); die Mischna, Berachot 5,1, berichtet, die ersten (alten) „Chassidim warteten eine Stunde und beteten," d. i. sie wendeten sich vonBeschaftigung und Gespräch ab und vertieften sich in andächtige Betrachtung, was im Grunde auch Josephus sagen will*). Das so sonderbar bei Josephus angeführte „Gebet au die Sonne" ist das Mvrgengebet, das, wie Berachot 9b nach Rappoport's Erklärung') berichtet wird, von den Essäern bei Sonnenaufgang verrichtet wurde; und zwar, wie Rappoport bemerkt, dieHymneüber den wiederkehrenden Tag, “man, die noch jetzt einen Theil des Morgengebetes ausmacht. — Es wird auch (Midrasch Rabba zu Kohelet 9,9) einer heiligen Gemeinde zu Jerusalem gedacht, „die ein Drittel des Tages auf Studium, ein Drittel auf Gebet, ein Drittel auf Arbeit verwendete," und mit Recht glaubt der erwähnte Gelehrte hier die Essäer wahrzunehmen. — Die talmudischcn Quellen weisen noch auf unerschütterliche Frömmigkeit der Chassidim oder Essäer auch bei minder wesentlichen Dingen hin (Berachot 3Vb), paß sie, sehr skrupulös, jeden Tag das zweifelhafte Cündopfer *6» ww brachten (Keritut 25®), daß sie sich der Verlassenen annehmen (Abot des R. Nathan 8), sehr schonend in derBeurtheilungAnderer find (idiä.) u. dgl. m., auch werden sie betrachtet als Männer, die mit Wundern vertraut sind (Berachot 18 b u. a.a.O.').— Hervorzuheben ist vorzüglich Succa 51,53,wo berichtet wird, wie„die Chassidim und Männer derThat"(nllwa v^vn)die Freude des Wasserschöpfens (rm nrraö nmifflin) begingen und dabei sangen: „Wohl unserer (verlebten) Jugend, nicht beschämt sie unser Alter"'). Hier treten offenbar die Chassidim , bet einem Tempelfeste hervor; nur sind hier die nwsv ->rn, unter denen, nach Sota 9, 9 zu urtheilen, „Männer, die Wunder vollbringen" zu verstehen find, etwas befremdend. Es dürfte denn sein, daß man unter diesen einen höher» Grad der Essäer andeutete, oder ist hier vielleicht im nur als „Männer frommer Thaten" zu nehmen. — Endlich ist höchst bemerkenswert die Stufenleiter, auf welcher die Mischna Sota 9, 9 (oder Beraita, vgl. Tosefot Jom Tob das.) bis zum nrn&n 1) Sehr genau entspricht das oväs ß^ßrjXov des Josephus dem bekannten ‘pVirt i>1nn *ps Levit. 10, 10 ist bei den LXX. t<5v ßsßijXatv' 2) Die früheren Chassidim (äia'nüsrn t^'VOTi) der Mischna ist wohl nicht ein Widerspruch zu den spateren, sondern bedeutet nur, daß das in der Mischna Gedachte-von Jenen herrühre. 2) Bikkure Haittün Biographie Katir's Anmerk. 20. 4) Don den von Effäern verrichteten Wundern erzählt Josephus Alterth. B. 15 K. 10 §. 5. Jüd. Krieg B. L K. 3 §. 5. Dgl. auch MeorEnajirn e. 3. 5) irnispt nx

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