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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-12-01 · 12 (Dezember 1846) · p. Seite 455

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
12 (Dezember 1846)
Date
1846-12-01
Page
Seite 455 (sequence 17)
Language
German
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Die Effäer. 455 Es beweiset sich null aber auch die andere Benennung Essener si» als ganz begründet.! yos ist der Bescheidene, der sich Zurückhaltende (vgl. Joma 39). Bei einer Gelegenheit, wo es sich um Rücksicht auf levitische Reinheit handelt und.die Schule des Hillel minder streng als die des Schamai ist, heißt es: „die Zenuim aus der Schule des Hillel (V^rva isus) hielten sich nach, der Norm der Schule Schamai's" (Demai 6, 6). Hier der Ausdruck „Zenuim der SchuleHillel's," welcher sonst nirgends vorkonunt! . Dieses ist aber nach der Bedeutung Essener — Zenuim, und nach dem Merkmal der Essener, strenge Beachtung der levi« tischen Reinheit, ganz entsprechend'). — Es dürste hier noch auf eine dritte, bisher nicht beachtete Benennung der Effäer aufmerksam zu machen sein.^Nikwa0t 9, 6 wird das Gewand der Banatm (a*oa Bauende) inMWhüng zu der Reinlichkeit, die diese.zu beobachten pflegen, erwähnt. Schon der Talmud (Schabbat 114) sucht Auskunft über diese Banaim, und will darunter die Gelehrten verstehen. Allein wir erinnern uns aus Josephus §. 7. 9, daß die Effäer Art und Schaufel hatten und sich deren häufig bedienten. Josephus selbst berichtet ferner (Geschichte seines Lebens §. 2), „daß, als er die Seelen kennen lernen wollte, er sich zu einem gewissen Banns begab, dsr einsam lebte, sich von Früchten nährte, in kaltem Wasser oft badete ff." In diesem Banus erblickt man den Effäer und die hebräische Benennung m Die Effäer wurden also nach ihrem Zeichen v-n», die Bauenden, genannt^). Das bisher Bemerkte zeigt, daß in den obigen von Josephus mit so sie ganz unbemerkt bleiben. Wer sich nach der in der Schrift vorkommenden levitischen Reinheit hielt — eine Leiche u. s. w. nicht berührte, verunreinigte Speisen nicht genoß — wurde in früherer Zeit TOT genannt; diese levitische Reinheit ist zwar nicht als Vorschrift auferlegt, daher sie vom gemeinen Manne nicht beachtet wurde, aber man hielt sie für verdienstlich: daher der sie Beachtende Die eigentliche Entwickelung beginnt von Jose ben Joeser ab. — Der in früherer Zeit TttfT Brannte war in der später« nur ein WS, und war also letztere Benennung nicht etwa eine stolze Bezeichnung, sondern zeigte im Gegentheile an, daß man sich nur guf der gewöhnlichen (untersten) Stufe der Reinheit — wie es aus der Mischna Chagiga Hervorgeher — hielt. . 1) Doch dürste nicht zu folgern sein, daß ysiss ausschließlich Essener bedeute. Bei der gedachten Stelle Joma liegt keine besondere Hinweisung auf Effäer vor, ebensowenig KilajimO, 4.5., Maaser Scheni 5,1 und sonst. Wlr haben das Blatt des Orients, worin Herr Löw in letzterer Stelle die Essener wahrnehmen wollte, nicht zur Hand. Sein Nachweis schien uns, als wir ihn lasen, nicht genügend. 2) Vielleicht ist hierher auch ‘'fcOS ‘Vizrtpn (Kelim 14, 3) zu beziehen, und wäre -1:22p die §. 10 gedachte Schaufel, Grabscheit. — Wir machen hier noch aufmerksam auf den mysteriösen NX22 > Baba Batra 57. 58., der nur an dieser Stelle bei einigen Reinigungsvorschriften vorkommt und von dem das. so viel Wunderbares erzahlf_wkrd.

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