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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-12-01 · 12 (Dezember 1846) · p. Seite 453

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
12 (Dezember 1846)
Date
1846-12-01
Page
Seite 453 (sequence 15)
Language
German
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Die Effäer. 453 Bechorot gesehen, gar nichts Ungewöhnliches, sondern mußte dieses gewöhnlich Jeder, der Chaber werden wollte, thun'). „Sie geben ihm ein Aertchen, einen Gürtel und ein Kleid." Da, wie oben nach Chagiga gezeigt, dieKleiderdes nichtdielevitischeRcinheitodernichtinsolchem Grade Beobachtenden als unrein betrachtet wurden (o“vra), so ist begreiflich, wie die auf die höchste levitische Reinheit haltenden Effäer den Eintretenden die früheren Kleider ablegen ließen und er von ihnen ein (levitisch) reines erhielt. Dieselbe Bewandniß scheint es auch mit dem Aertchen zwhaben. Die Effäer bedurften eines solchen Instrumentes bei ihren Arbeiten, da sie sich viel mit Ackerbau beschäftigten. Nun sind aber vorzüglich metallene Werkzeuge (nach dem bekannten Äns air, -nn am) der levitischen Unreinheit zugänglich, daher gaben die Effäer dem Eintretenden eine levitisch reine Art1 2 3). — „Nach einem Jahre tritt er ihnen näher," nun wird er als Chaber betrachtet. Aber er soll auch zu dem höheren Grade der (levitischen) Reinheit aufsteigen und „nimmt nunTheil an dem reineren Wasser zur Heiligung," ein freilich etwas ungenauer Ausdruck, der aber besagen will, daß nun die Reinigung größer wird; er soll sich nach dem höhern Grade (unip mna bs) halten und da bedarf es des Bades (nVaa) vor dem Genüsse. „Noch wird er aber nicht in die gemeinschaftliche Gesellschaft gezogen bis nach Verlauf zweier Jahre u. s. w." Da die Effäer sich nach dem höchsten Grade der Reinheit (naan mna) hielten, so ist, wenn man nach Tractat Para erwägt, welche ungemeine Rigorosität hier obwaltete, nicht zu verwundern, daß die Effäer eine lange Probezeit verlangtem Nun erst tritt der Adept ganz in die Gemeinschaft ein, genießt die gemeinschaftlichen Speisen und legt den Eid ab (das.); diese lange Zeit mußte er also abwarten, ehe er die gemeinschaftlichen Speisen mit den andern Gliedern nehmen konnte, und hierdurch wurde er nun, da .er sich auch auf dem höchsten Grade der Reinheit hielt, fähig, ein vollständiges Mitglied zu werden. _ ’ Wir kehren nach dieser Darstellung zu den talmudischen Quellen zurück, ob wir hier eine Andeutung für das gedachte Wesen des EffäismuS finden. Die erwähnte Mischna (Chagiga) berichtet: Jose *) 1) So nämlich nach der rigorösern Schule Schamai's (vgl. das-), die auch viele Effäer zu ihren Affeclen rechnen mochte. 2) Zwar erhalten das levitisch unreine Kleid und metallene Geschirre durch Abwaschung OiVoa) wieder ihre Reinheit. Allein die Effäer Übergabe» solche dem Adepten, um ihn aufmerksam zu machen, daß er auf ihre Reinheit wache» und vou der Berührung an Andere sich fern zu halte» habe; und war vielleicht das Aertchen nur als Symbol gegeben, hinweisend, daß eine höhere Reinheit beobachtet werden müsse. Dasselbe dürfte auch von dem Gürtel gelten, wobei vielleicht noch eine Andeutung ans Keuschheit nach dem bekannten: rrren rx 'aVini rSv. 3) So im jerus. Talmud, die Leseart „Joseph" im babyl. Talmud ist unrichtig.

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