Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 12 (Dezember 1846)
- Date
- 1846-12-01
- Page
- Seite 451 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Dte Effäer. 451 trachten sind. Dieser Reinheit gab es verschiedene Grade: die gewöhnliche Reinheit (^Vin mnu), die höhere für die Hebe (rronn mna), die noch höhere für Opfergaben und Opferstücke («iipn mna), endlich die höchste (nnvn n»>N2). Jeder höhere Grad verlangte noch mehr Absonderung, so dass der untere Grad hinsichtlich des obern für unrein gehalten wurde, und wenn der sich nach dem höhern Grad Haltende an dem untern anrührte (in der Mischna an dessen Kleidungsstücken), er seine Neinheit erst durch das gesetzliche Bad (nV-oti) wieder erlangte. Der unterste oder erste Grad wird allgemein gefordert. Es hielten aber Manche sich in noch strengerer Absonderung, und zwar auf dem zweiten Grade — hielten also sich und ihre gewöhnlichen Speisen so levitisch rein, wie es zum> Genüsse der Hebe (rrävm rvnna Vs) erforderlich wird; Manche nach dem dritten Grade, wie es zum Genüsse der Opferstücke erfordert wird («n-pn rrrvj Vs), Manche gar nach dem vierten Grade. Dieses wird ausführlich Chagiga 18 >» besprochen, wo nach einer Meinung es sogar fünf Grade gab, und ist höchst bemerkenswerth, daß hier gerade der Name •psyr® vorkommt; wer sich nämlich überhaupt levitisch rein hält (den untersten Grad), wird im Gegensah zu dem gemeinen Mann, der die Reinheit nicht beobachtet (■pasrns), w© genannt. Hier zeigt sich nun deutlich, daß ama weder, wie von Manchen gewähnt wird, die Benennung für „Erklärer" (weil die Peruschim die Schrift erklärten und sich nicht wie die Sadducäer an den Buchstaben hielten), noch für „Leute, die sich nicht unter das Volk mischen, sondern eingezogener der Heiligkeit leben" (Jost, Geschichte der Israeliten 1. Thl. Anhang S. 9) sei, sondern wie esAruch(b. v.) hat, „der sich von levitischer Ilnreinheit und levitisch unreiner Speise abgesondert" *), nur wurde freilich diese levitische Reinheit weit über die Schrift gesteigert (vgl. weiter). Gehen wir nun auf einige Züge bei Josephus ein. §. 8 sagt er: „Wer ausgestoßen ist, stirbt meistens ff., denn durch den Eid gebunden gehet er, indem er Kräuter ißt ff., zu Grunde." Ist nun dieses schon schwer begreiflich, warum er gerade Kräuter essen und sich nicht Brod und das einfache Mahl der Effäer sollte verschaffen können, so hat §. 10 poch mehr den Erklärer» Mühe gemacht, da hier vier Theile, §. 7 nur drei Grade erscheinen. Allein die Effäer aßen ihre Speisen in Reinheit und zwar nach dem höchsten Grade der Reinheit, dem vierten. Es ergibt sich also nun von selbst, wie sie sich „in vier Theile theilten, und Jeder gegen den früher» so weit zurückstand, daß wenn er den früher» berührte, dieser sich waschen mußte, als wäre er ff. verunreinigt" (§. 10) Dieses entspricht ganz der oben erwähnten Mischna aus Cha- 1) Vgl. auch die das. angeführte Stelle aus Schabbat 11.