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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-11-01 · 11 (November 1846) · p. Seite 438

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
11 (November 1846)
Date
1846-11-01
Page
Seite 438 (sequence 40)
Language
German
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Nrrensionen. 438 Ar. 80. tfytä T5S)b -rrvn ist nicht Sir. 28,14., sondern 12» Der Sinn ist nicht: Alles kommt von der Zunge, Gutes und Böses; sondern, püe Sirach selbst erklärt: Dein Mund kau« Gutes und PöseS stifte«, je nach der Anwendung. Nr. 21. T&pti) fen. Diesen Spruch, der Baba Batra 98. dem Sirach zugeschrieben wird, findet schon Zunz <164) nicht dem Skrachschen Geiste angemessen. Nr. 22. ^"^9 öten . . . Dir Parallelftelle Lm Sivach S. 8. zeigt dentlich, daß hier mancherlei Abänderungen des Urtextes vortiegen, und wenn Hr. D. ans dem zweite» Alphabet SirachS das rbm «uds schwierig findet, so sieht man bei Vergleichung des griech. TerteS sogleich eine augenscheinliche Corruption, indem wahrscheinlich hier eine Umschreibung des %al h rotfrov cpiUct e#$ sii>$ avecxmettu zu vermuthrn sein dürste. Zudem ist in unserm Texte das ttrttEBas ‘isfcn W aus dem Griechischen, V. 2. Es herrscht also hier eine große Verwirrung. - Nr. 25. ip*6* u. s. w. Die Urbersetzung ist nach dem Eomm. gegeben. Eine nähere linguistische Nachwelsuug vermisse« wir gänzlich, auch Zunz geht darüber hinweg. Ob die Commeutare richtig erklären, steht noch sehr dahin. Wir glauben durch die Anführung dieser Beispiele und dir wenigen vorläufig beigefügteu Bemerkungen dargethan zu haben, daß die Mühe, welche fich Herr Dukes durch Zusammenstellung aller rabbinisch-sirachischen Sätze gegeben, wie dankenswerth an sich, doch noch lange nickt die Erfordernisse auf diesem Gebiete erschöpft hat. Vielmehr erscheint die ganze Arbeit nur als eine Anregung zu uene» tüchtigen Forschungen^ zu denen Zunz ohnehin durch seine Synopsis in d. G> V. 162—4. so schön die Wege gebahnt hat. Wir halten es für eine würdige Aufgabe, deren Losung unseren jüngeren biblischen Kritikern bessere Lorbeeren eintragen würde, als die übrigens nicht zu verachtende Kritik der sogenannten Partanim, deren Poesien doch im Grunde nur selten aus der Unmittelbarkeit des Gefühls oder der populären Lebensweisheit entsprungen sind. Eine solche Aufgabe würde fichs zum Ziel zu setzen haben, so weit als möglich den Ausdruck der talmudischeu Sirach-Sprüche mit denen der alten Versionen zu vergleichen, die Ursachen der Aenderuugen zu ermitteln, die sprachliche Seite zu beleuchten und endlich auch der gegenwärtigen Gestaltung nicht nur die muthmaßüch richtigere Lesart, sondern auch die entsprechendere Punktation, namentlich der chaldäischen Ausdrücke zu verschaffen. Erst wenn diese kritische Arbeit gethan ist, wird man in den eigentlichen Sinn sowohl der Urschrift, als'auch der Übertragung und oft auch der talmndischen Anwendung eipzndrmgen haben, und mancherlei Interessantes wahrnehmen. Vorläufig wollten wir nur darauf Hinweisen; vielleicht gestattet uns die Fortsetzung unsrer Bemerkungen über diese Blumenlese, auch hiervon einige Belege auö unser» Studien mitzutheilen. I. M. Jost. Berichtigung. Folgende Abschrift der Eingabe des Herrn vr. Wessely (vgl. SeptemberheftS. 343, OctoberhestS. 400) wurde uns durch Herr» L.Wal-

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