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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-11-01 · 11 (November 1846) · p. Seite 439

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
11 (November 1846)
Date
1846-11-01
Page
Seite 439 (sequence 41)
Language
German
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lersteirr aus Dresden überbändigt. Herr Waklerftem, ein Mann, zu dessen Redlichkeit das festeste Vertrauen gehegt werden kann, versicherte der Red., die Ueberzeugung erlangt zu haben, daß diese Abschrift treu sei und ganz mit dem Original übereinstimme-. Euere k. k. Hoheit!^ Je höher der Aufschwung ist, den die jüdische, namentlich die talmudisch rabbinische Litteratur während den 2 letzten Dezennien unter den Juden genommen hat, je vielfacher die Berührungen find, in welche die hohe Verwaltung eines Staates, der viele Tausend Juden unter seiner Bevölkerung zahlt, mit Juden und jüdischen Angelegenheiten kommt, und je öfterer die Länderstetten veranlaßt find, sowohl über religiös-sittliche als politisch-nationale Berhaltniffe der Israeliten, wahrhafte, zuverlässige und unparteiische Berichte und Gutachten einzuholen, um so dringender stellt sich das Bedürfniß heraus, ein Institut ins Leben zu rufen, in welchem de^n, den administrativen Zweigen sich Widmenden christlichen Individuen Gelegenheit geboten wirb, sich Kenntniß des Judenthums, der hebräifch-rabbinischen Sprache, so wie selbst des als Abartung bestehenden jüdischen Sprachidioms zu verschaffen. Zwar wird nach dem bestehenden Studienplan an der theologischen FakultätUnterrichtinderhebräischen Grammatik und in den alttestamentarischen Büchern ertheilt; aber dieser Unterricht beschränkt fich blos auf die Elemente der Sprache und nur auf wenige Theile des alten Testaments, und läßt die rabbinisch-talmudische Litteratur, so wie die sonstige jüdische Wissenschaft ganz unberücksichtigt. Wie sehr aber der Mangel dieser B ildung bei Individuen christlichen Glaubens gefühlt wird, geht schon theilweise aus der einfachen Thatsache hervor, daß fast die in atten Hauptstädten des großen österreichischen Kaiferstaats bestehenden Censor- und Translatorstetten von zum Christenthnür Uebertretenen und nur ausnahmsweise vom Israeliten Versehen werden. Damit nun einem solchen sich dringend herausstettenden Bedürfnisse möglichst bald entsprochen werde, erlaubt' sich der gehorsamst Unterzeichnete die Gründung eines Lehrinstituts für die Wissenschaft des Judenthums und dessen rabbinische Litteratur an der hiesigen Hochschule unter der Aufsicht des k. k. philosophischen Studiendirektorats in Antrag zu bringen und sich zugleich zur Ertheilung derlei Vorlesungen bereitwittig zu erklären. Die Errichtung eines solchen Instituts dürfte sich gerade jetzt als ein zeitgemäßes Herausstetten, als durch den im vorigen Jahre erfolgten Tod des Herrn C. Fischer die hiesige Censorstette in Uedrsieis erledigt ist und daher bei der Wiederbesetzung dieser Stette auf die Gründung des in Vorschlag gebrachten Instituts Rücksicht genommen werdenckönnte. Zur Unterstützung des gemachten

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