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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-11-01 · 11 (November 1846) · p. Seite 436

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
11 (November 1846)
Date
1846-11-01
Page
Seite 436 (sequence 38)
Language
German
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436 Recensionen. lich gehören in die Produktionen der Philosophie und der arabischen. Bildung und find daher fremd, und mehr künstlerische Arbeiten, welche wir nicht' mehr -zu den rabbinischen Pflanzungen rechnen möchten, außer in so weit noch Manches aus der altern Zeit darin sich erhalten hat. Von den neueren Sammlungen ist jedenfalls die sehr reichhaltige (1324 Satze enthaltende) des R/Israel aus Berlin, gedruckt zu Ff. a. O. 1781, nicht so unbedeutend, nur daß der Verfasser derselben viele grillenhafte und spitzfindige Erläuterungen gibt und überhaupt gar keine Kritik anwendet. Wir gehen zur Sammlung selbst über. Sie enthalt erstens die noch vorhandenen (oder nachgebildeten) Sirachschen Sprüche, so weit sie hebräisch und chaldaisch ausgedrückt sind. Deren haben'wir hier 64, bereichert von Hrn. Dmit mehrern Parallelstellen aus rabbinischen und andern Schriften. Im Allgemeinen ist die Anführung der Sprüche selbst für den denkenden Leser werthvoll. Hie und da waren doch Erläuterungen nothwendig. Nr, 1. ist die Empfehlung der Achtung vor Aerzten, Sir. 38, 1-Wenn mit demselben das tfWi B2x BVtifc u.. s. w. in Beziehung gebracht wird, so muß Hr. D. voraussetzen/unter dem Arzte, den man, ehe man ihn braucht, ehren soll, sei Gott verstanden; das bedurfte jedenfalls einer Bemerkung, zumal im Sirach ausdrücklich von wirklichen Aerzten die Rede ist. Bei dem 2il2i re. hatte auch wohl der.angezogene Vers *ßBB' ->2 als eigenthömlicher Drusch beigefügt werden müssen. Nr. 2. ist die Lesart von Sanh. 'angenommen, die in Jeb. 63 b. lautet lAixi »2 TOa XBB, was den Sinn gibt, „vielleicht kommt der folgende Tag und er ist nicht mehr da." Die Abwechselung von der zweiten zur dritten Person, welche D. als biblisch natürlich findet, möchten wir lieber dadurch erklären, daß nur 2«b rm 2xn ix dem Sirach angehört, der Zusatz wxvxbtob xbiö u. s. w. aber nur die Glosse dazu ist. Eine Parallele ans dem Griechischen haben wir nicht finden können. Zunz (103) verweist auf 38. 22., was immer noch sehr fern liegt. Nr. 3. n^X2 iMn ix und xTO xi u. s. w. werden hier mit Sirach 30, 22. 23. verglichen; dem Sinne nach richtig, dem Worte nach aber wäre wohl die Uebersetzung also zu fassen gewesen: bix 2i snriBtt) ohar* -tap‘ix iv^x mm K *pi2 m s ^bb pmn i*m 2XS1 (oder) -,12X21 (*jl12X2irj) 2X9N N">BN 2*122 I2(oder) i*iL>N B^iin 212212 nirrin 12 pxi . Diese Satze mögen also denselben Sinn enthalten, sie find aber schwerlich als die eigentliche Quelle der talmudischen Sirach-Satze anzusehen. Außerdem würden wir lieber die Worte x*22 iiap p22i^ *p22*2 übersetzen: „denn selbst starke Männer tödtet der Gram;" zu der Uebersetzung: denn viele Helden hat der Schmerz schon umgebr-rrcht, sehen wir keinen Grund. Nr. 4. b^bö nirrn Jniix,' vergl. mit Sirach 38, 4. 8. Der Sinn dieser Sätze ist für sich allein^ nicht zu begreifen. Im .Sirach ist hingewiesen auf die verständige Benutzung der Naturkrafte zum Heile des Menschen. Der Midrasch aber führt es da an, wo im Allgemeinen von den Zwecken der Schöpfung die Rede ist, indem Alles auf den Menschen Bezug habe und zu seiner Erhaltung diene. -

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