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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-11-01 · 11 (November 1846) · p. Seite 433

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
11 (November 1846)
Date
1846-11-01
Page
Seite 433 (sequence 35)
Language
German
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433 Zur Wissenschaft des Judenthums. nem Kunstfleiße Erweiterungen in umfassendem Maße zuzuwenben. Hierdurch lenkte er die Aufmerksamkeit des großen, für jede bürgerliche und wissenschaftliche Thätigkeit glühenden, Almanzor auf sich und erhielt das Amt eines Oberhauptes sammtlicher Juden des Reiches. Das Gerücht sagte aber, er habe die Grundlage zu seinem großen Vermögen auf fremdem Boden gefunden, und bildete sich das Märchen von jenen Deputirten, die unter den Prügeln ihren Geldsack verloren haben sollen. Es versteht sich von selbst, daß nun der Mann „der von der Grube" hieß, das tröstete jeden Feind wegen des eigenen geringere Vermögens, und erinnerte jeden Augenblick an den verbrecherischen Ursprung des Reichthums des Verhaßten. Daß das Gerücht bald zu den Ohren des Regenten komme, dafür haben die guten Leute gewiß gesorgt, und es ist so den Anklägern gelungen, den edlen Mann zu stürzen. Ob seine Unschuld entdeckt worden ist, was sehr wahrscheinlich ist, oder ob er blos von Hischam begnadigt Wörden, was sehr unwahrscheinlich ist, mag dahin gestellt sein; genug er kam frei, bedankte sich wahrscheinlich für die Ehre, weiter Oberhaupt zu sein, hörte aber-nicht auf, im Großen so wohlthätig zu sein, daß selbst der tief verletzte R. Chanoch seinen Tod beweinte. Eilen wir jetzt zu R. Josef b. Abitur zurück, und zum Schluffe! An Jacob b. Gev kann man, von dessen Handlung und Schicksale bis auf seinen Namen herab, sehen, wessen die Zunge der Partei fähig ist, und man verfuhr mit R. Josef nicht viel besser.' Abr. b. D., der sonst wirklich fromme und edelmüthige Erzähler, mißhandelt ihn durch das, was er sagt, und durch das, was er verschweigt, und vielleicht hat man es ihm zu verdanken, daß viel Großartiges von R. Josef in der Poesie und im talmudischen Wissen uutergegangen ist. A. ist gewiß nicht der Erfinder des Namens baaatt, Wohl aber der Verbreiter, und außer bei Charisi weiß ich nicht, ob er noch sonst so genannt imxb1). Wie mir Sachs mündlich mitgetheilt hat, findet sich kein Akrostichon (wenn überhaupt solche vorhanden sind) mit dem Namen Auch ist mir wenigstens kein anderer mit diesem Namen bekannt, wenn man den bei Wolf HI, S. 4 vorkommenden, aber etwas verdächtigen üxzxw ausnimmt. Auch ist gar nicht abzusehen, was N. »Josef mit zwei Familiennamen machen sollte, wenn nicht der eine, mmna, wahrer Familienname war, der andere, aber sein vulgärer, ihm vom lästerzüngigen Vulgus aufgebürdeter ist. Die Einwendungen des Herrn Cassel sind zum Theil schon im Obigen widerlegt. Einige Rücksicht verdient nur der Einwand, daß es prt2^ *p vdttvU) pöY’ S heißen müßte. Zwar könnte ich von tmmEh lüan hl mim S an bis auf jetzige Zeit wohl Manchen Nachweisen, dessen persönlicher Beiname hinter dem seines Vaters steht; A. b. D. hält aber wirklich auf diese Ordnung genau. Ob aber diese Unbedeutendheit so stark ist, die Annahme über den Haufen zu werfen, mag Hr. C. und das unparteiische Publikum entscheiden.. Sagt doch Hr. C. selbst: „Man muß nur immer bei der Natürlichkeit des Volkslebens stehen bleiben; in das hineingedacht, erscheint Vieles anders, was man mit fremden Augen für unwahrscheinlich hält." F. Lebrecht. 1) Es versteht sich, daß Juchasin u. s. w. nicht als selbstständige Autoritäten betrachtet werderr dürfen; sie haben nur Sefer Haccabbala zur Quelle. Frankel, Zeitschrift IN. 33

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