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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-11-01 · 11 (November 1846) · p. Seite 430

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
11 (November 1846)
Date
1846-11-01
Page
Seite 430 (sequence 32)
Language
German
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430 Zur Wissenschaft des Judenthums. tat anerkannt wird. Diese beiden Seiten der Begebenheit harren'noch weiterer Beleuchtung; bisher gleichen sie in vieler Hinsicht den Untersuchungen über Kalir, der aalartig den fleißigsten Händen entschlüpft, nachdem sie ihn fest zu haben glaubten. Ehe ich Abschied vom Leser nehme, muß ich noch in einem Seitenstübchen eine kurze Conferenz mit Herrn Cassel halten. Sein Aufsatz tritt in Form von Recenfiou auf, und solche muß geschont werden (wenn man nicht etwa selber das Opfer derselben geworden ist), will man nicht dine Recension der Necension, eine N^LNN schreiben; ich werde mich daher mehr als je an die Hauptsache des zu Besprechenden halten: Früher habe ich die Vermuthung öffentlich dargelegt, daß der Name vruirW p, der von Abr. b. D. dem beigelegt wird, nur ein Spitzname sei, welcher von der Partei des Chanoch dem besiegten gebannten und verbannten N. Josef nachgeschleudert wurde. Das Wort, welches dann richtiger V22XW oder patt) (mit der Nünnation) geschrieben werden müßte, wäre dann das arabische improbus, scelestus, oder das hebr. -,12V und entspreche der dem Falle in dem Streite zwischen Saadia und David b. Saccai, wo der von letzterm ausgestellte Gegengaon, N. Josef b. Jacob (oder Mordechai) ->2 genannt wird, was ungefähr soviel heißt als Abgefallener, Abtrünniger, böser Narr. Daß ein solcher Name von der überwindenden Partei für de« Ueberwundenen stets in Bereitschaft gehalten wird, das lehrt die Geschichte aller Völker und aller Zeiten, die Geschichte der Juden gewiß nicht ausgenommen. Und war es etwa eine Kleinigkeit, daß die Gemeinde von Cordova in zwei Halsten getheilt worden, die größten Anstrengungen von beiden Seilen und der größte Aufwand gemacht werden mußte, bis endlich der, vom König, seinem Gönner aufgegebene R. Jofef aus dem Felde geschlagen war? Vielleicht hat letzterer seinen Einfluß bei Hakem dahin mißbraucht, daß 'er denuncirte und um Gewaltmaßregeln gegen seine Feinde fcat1). 1) Der Zutritt des R. Josef beim König Hakem gründet sich auf eine angebliche Uebersetzung des ganzen Talmud ins Arabische. Dieselbe- oder eine andere Uebersetzung schreibt Salomon b. Josef, der Uebersetzer des Mischna- Commentar des Maimonides zu (Vorrede) dem N. Chanoch zu, was ohne Zweifel uur eine Verwechslung des Namens mit dem Namen des N. Josef ist; denn erstens hat Chanoch schwerlich das Arabische so erlernt (wenn er aus Bari war), daß er eine Uebersetzung, am wenigsten für Hakem, gewagt hatte, zweitens würde Abr. b. D. gewiß mit Jubel davon gesprochen haben. Hyperkritiker können, wenn's ihnen beliebt, nun aber sagen, daß die Feindschaft zwischen Chanoch und Josef eben durch Rivalität wegen der Uebersetzung entstanden ist, so wie später im Kleinen zwischen Josef Kimchi und Jehuda ibn Tibbon wegen einer Uebersetzung des Chobat Halebabol. . Was mich betrifft, so glaube ich nicht an eine Uebersetzung des ganzen Talmud,- weder von der Hand Josef's noch Chanoch's! Man schüttelt solche Übersetzungen nicht Ms den Äermeln! Bei Abr. b. D. heißt es fe Wt ■ W'tei d. h. die nwlü und nicht den Talmud, wie Juchasin eigenmächtig daraus gemacht hat. Auch heißt w*) erklärt, und das geschah wahrscheinlich mündlich, denn Hakem war ein gelehrter, freundlicher und wißbegieriger Fürst, und da der Talmud eben .durch so großen Eclat in Cordova durch R. Mose im Aufnahme kam, so wollte der König, oder wahrscheinlicher der Prinz, denn als

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