Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 11 (November 1846)
- Date
- 1846-11-01
- Page
- Seite 424 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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424 Zur Wissenschaft des JudenthumS. darauf rechnen, daß irgend ein Mißverstandniß oder eine grobe Unkunde seinem Treffer zu Grunde liegt. „Und was kein Verstand der Verständigen sieht, Das übet in Einfalt ein kindlich GemütP" Ehe ich zu den folgenden Nummern übergehe, muß ich noch zwei Fragen vorlegen: 1) Warum sollten die Juden in Alexandrien und Nordafrika so unjüdisch grausam gewesen sein, ihre gelehrten Brüder in den Händen des Feindes zu Waffen und die einen nur die andern nur S kaufen? 2) Wenn die Leute aus Bari waren, und also griechisch oder romanisch sprachen, wie konnten sie sogleich mit'Glanz in Ländern wirken, wo man nur arabisch sprach? Sie müßten entweder zufällig letztere Sprache verstanden, oder sich stets bei ihren Vortragen des Hebräischen bedient haben. Chisdai b. Jsak hat bekanntlich im Aufträge seines Monarchen zum Behuse einer Uebersetzung des DioScorideS, und aus eigenem Antrieb von einem zu diesem Zwecke aus Konstantinopel gesandten Mönch, Nikolaus, griechisch gelernt, dabei konnten ihm seine Freunde,, Mose und Henoch, gute Dienste leisten, und wären sie vor 950 in Cordova gewesen, so hätte Abderrahman den Mönch uicht auf diplomatischem Wege mit großen Kosten von Konstantinopel kommen lassen. Jbn Dscholdschol sagt, es wäre damals kein einziger in Cordova gewesen, der griechisch verstand. 2. 3. Zweck der Reise. Meine Erklärung des Wortes nto für: Schule und nid NdLdn für: Einkommen der Schule (s. März 1845 dieser Zeitschr.) war so neu, daß die bedeutendsten Männer unsrer Literatur davon überrascht waren, ohne sie zu billigen. Dagegen erhebt sich nach Jahr und Tag Herr Hook (gewiß ein Pseudonym) (Literaturbl. des Orients Nr. 23) und meint, nicht nur sei meine Erklärung ohne Neuheit und Originalität, sondern es sei eine so einfache Sache, daß sie jedes Kind sagen kann und muß, und es habe sich bisher von . selbst so verstanden *). Für das Letztere, daß nämlich die Erklärung nothwendig und von'selbst verstanden ist, brauche ich gar nicht mehr in die Arena zu treten, da ich mich längst an die fünf Männer F. G. R. S. Z. ergeben habe, zu denen noch Jost hinzuzufügen ist, der wirklich die sich von selbst verstehende Erklärung nicht hat (Gesch. d. Israel. VI, 107). Diese 6 Herren mögen sich bei Herrn Hook entschuldigen, eine so gewöhnliche Erklärung übersehen zu haben. Auch für die Aeußerung, daß meine Deutung weder neu noch ein Original ist, könnte ich die fünf Männer mit in die Polemik verwickeln, die sich nach Herrn Hook wahrscheinlich von mir haben mystificiren lassen, und die sich die Blöße der Unkunde dessen, was im rm&wj steht, gegeben haben. Ich könnte getröstet, ja mit etwas schelmischer Schadenfreude ausrufey: pnsna ton las tyyan da (3Jnmni rrosn pp'nn nsn nn^ Aber es gilt hier, Herrn Hovk zu versichern, daß er sich irrt, 'wenn er indirekt (entweder durch ungeschickte Wahl des Wortes oder durch Absicht) sagt, ich habe die Stelle im Scheerit Israel gekannt, und mich fremder Weisheit bedient. Vom hohen Liede sagt man, es fange mit einem "'Kusse an und ende mit einem Seufzer, während zwischen Kuß und Seufzer eine Welt voll Zärtlichkeiten liege. Herr Hook sagt mir in der Mitte wohl Zärtlichkeit, denn er vertheidigt 1) Ich führe die Insinuation des Herrn.Hook nicht wörtlich, sondern dem Sinne nach an. 2) Hook heißt im Englischen nämlich Haken nsn.' 3) Altes, bekanntes Gedicht im Talmud. ,