Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-11-01 · 11 (November 1846) · p. Seite 414

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
11 (November 1846)
Date
1846-11-01
Page
Seite 414 (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2744856-2744883-2744895--1380-2746353
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

414 Die Construct!»« der jüdische« Geschichte. dar. Weil aber das höchste Wissen nur auf dem Wege propädeutischer Vorübungen erlangt werden kann durch physikalische Voraussetzungen — msna mon — mathematische Kenntnisse rfniai und endlich vermittelst derLogik TMrrnasrt, so sind diese Wissenschaft auchZweckder menschlichen Thätigkeit, doch so, daß sie sich zur höchsten Wissenschaft — der nQiozTj (ptXooocpta, als Mittel verhalten. Die höchste Wissenschaft, die metaphysische Theologie habe das Judenthum unter mona nasa gekannt, die untergeordneten Wissenschaften, speciell die Physik unter n^L'rtna nssa, die wegen ihrer Tiefe und Ueberschwänglichkeitdem gewöhnlichen Menschen entzogen werden, unzugänglich gemacht werden müssen * *). — Die göttliche Offenbarung kann also auch nur zum letzten Zweck haben die Kundthuung der höchsten Wahrheiten der Metaphysik, von der Einheit Gottes, seiner Unkörperlichkeit und ähnlichen Attributen Gottes.—Treu fernerder aristotelischen Zweckphil osvphie müssen nach Maimuni in der Thora im Einzelnen wie im Ganzen gewisse Zwecke nachgewiesen werden können. So wenig man'mit den arabischen Dogmatikern (Motakhallim tn-cna) behaupten kann, die göttliche Schöpferthätigkeit sei ohnebestimmten Zweck vor sich gegangen, vielmehr ganz als Akt des absoluten göttlichen Willens — Körnten nvpob Kb nK pinn nnrt—: eben so wenig kann man den ängstlichen jüdischen Denkern zugeben, daß die Thora keine Zweckbestimmtheit habe; sie fürchten nämlich, eine Unterstellung von vernünftigen Zwecken könnte zu der Annahme verleiten, das Judenthum sei überhaupt nur ein Erzeugniß der menschlichen Vernunft **). Man sei vielmehr eben aus dem Grunde, weil die Thora ein Gott entstammtes Gebilde ist, genöthigt, anzunehmen, daß sie im Einzelnen wie im Ganzen einen vernünftigen Zweck verfolge. Der Endzweck des Judenthums ist nun kein anderer, als die geistige und materielle Vervollkommnung und Veredlung des Menschen —;ipn, q«n;ipniWs»i —. Die geistige Veredlung ist der Absicht nach das Erste, aber der Verwicklichung nach das Letzte; die materielle Vervollkommnung hingegen, die dem Zwecke nach das Untergeordnete ist, stellt sich in der Thätigkeit als das Erste heraus. Der höchste Zweck deS Judenthums ist demgemäß die philosophische Belehrung der Wahr- *) aii tes pam p roiasr atm nab wnten naann na ansnn s6 e'jisa n"Vdtna mosaa atln -nma naanpa rtbi anast nb te-- naan saan naan (Moreh Nebuchim I. 17. und Einleitung.) *) 212N1 yn mpcfc- N2v two QN^S ‘»irr «in nr « bbs n-inr«^ «^ jnKtxb tew wssn nts i>« w iw vnrv. — — "121 ÄV Ni^LNI 1>«2 W> VNI WBJtS (m. ff. 111'." 31. Dergl. auch 26).

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.