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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-11-01 · 11 (November 1846) · p. Seite 405

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
11 (November 1846)
Date
1846-11-01
Page
Seite 405 (sequence 7)
Language
German
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Zur Geschichte der hebräische» Poesie. 405 Sein Sohn, Abul Hassa n Ali, der zum Islam überging(835—55) und Lehrer der berühmten arab. Aerzte und Philosophen Rast und Ainzarbi wurde, verfaßte ein Buch, betitelt: „Garten der Philosophie," und ein eben so betiteltes Buch über Metaphysik, wird dem berühmten Jsak Ben Salomo Israeli (der vor 840 geboren sein muß) zugeschrieben. Am Anfang des lO.Jahrh. schrieben mehrere Karaiten, so wieM.Saadja Gaon dogmatisch-polemische Schriften. Andrerseits erkennt man aus den Berichten der Araber* * 8 9), daß die Uebertragung der griechischen, sowohl mediciuischen als auch philosophischen Schriften durch syrische (christliche) Aerzte alsbald auf Mißbilligung von Seiten der muhammedanischen Orthodoxie stieß, natürlich da schon die Behandlungsweife und zu Grunde liegende Anschauung der damaligen Cultur- und Glaubensstufe entgegentrat. Demnach glaube ich nicht, daß das Judenthum bei seiner Thcilnahme an der arabisch-hellenischen Bildung zuerst sich an die „unverfänglichen" (?) Doctrinen der formalen Logik, Mathematik, Naturwissenschaft gehalten, daß das neue Wissen und die neuen Gesichtspunkte ganz allgemein und beziehungslos zu dem jüdischen Glaubensstoffe Eingang gefunden (Sachs, S. 193, vgl. 196), bis spater der Conflict des Glaubens mit dem Wissen sich offenbarte, sondern muß man umgekehrt annehmen, daß diereligiöse Polemik bei Muhammedanern sich gerade der philosophischen Elemente zu allererst bemächtigte, und sie selber den bedeutendsten Impuls zur Beschäftigung mit der griechischen Weisheit gegeben habe. Inwieweit das Anstößige im Griechenthum überhaupt durch die christlichen oder jüdischen Vermittler gemildert wurde, ist leider noch nicht ermittelt. Auf eine gänzliche philosophische Unabhängigkeit auch der „Aerzte" ist wohl kaum zu rechnen. Auch war bei den Syrern das griechische Schriftthum schon durch mehrere Jahrhunderte eingebürgert, als sie es den Arabern zuführten. Das aber müssen wir noch hervorheben, daß die, durch die Kunde der dialektischen Schriften Aristoteles' °) umgewandelte Methode des Denkens (und bei den Juden auch die entsprechende formale Seite des Schriftthums, das Hervortreten einer eigentlichen selbstbewußten Literatur im Gegensatz zum Midrasch) jenen Hauptabschnitt in der arab. und jüd. Literatur begründet, und die formale Logik keineswegs als ein dem Autoritätsglauben gegenüber „Unverfängliches" bezeichnet werden darf; am allerwenigsten in Rückberuft. Die richtige Lesart: Rabban hat Wenrich, de auct. graec. p. 228. Nach Wüstenfeld hätte Sahl aus dem Hebr. ins Arab. übersetzt! 8) S. Wenrich, da auctor. graec. p. 26. sq. 9) Bei den Syrern herrschte diese vor (Wenr. p. 20), wie in den ersten Jahrhunderten der westeuropäischen Scholastik., (Jourdain, Forschungeu us. w. Deutsch v. Stahr S. 25. 215.) V

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