Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 10 (Oktober 1846)
- Date
- 1846-10-01
- Page
- Seite 399 (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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Zur Wissenschaft des Judenthums. 388 Ich übergehe alles Andere, wenkger Fragliche (wie die Feststellung des Namens des Admirals) und beschranke mich auf die angegebenen vier Punkte, da gerade hierbei meine Resultate nicht nur in Frage gestellt worden, auch wirklich in Frage zu stellen sind, sondern auch, no. 3 wenigstens, im Betreffe der Originalität verdächtigt worden. Fern von aller Rechthaberei, die Sache, nicht meine Sache zu fördern suchend» werde ich mich bemühen, den Gegenstand auf einen Standpunkt zu versetzen, wo er auch dem minder geübten Blick.zur Prüfung zugänglich ist. Es erstreckt sich demnach meine Betrachtung über: Zeit der Reise (no. 1.); Zweck der Reise (no. % 3);, Personal der Reisenden (no. 4). 1. Zeit der Reise. Noch vor wenigen Jahren hat keiner, selbst Zunz nicht, daran gedacht, die Angaben des sonst so biedern Abraham ben David im Betreffe der Zeit zu bezweifeln. Es gehört dies mit zu den Beweisen vom Dasein der Macht des Herkommens, daß Leute wie Jost, Rapoport und Zunz so religieusement an die Jnfattibililat des ‘jiü"n geglaubt haben, ohne von den groben Anachronismen und dem handgreiflichen Widerspruche zwischen Personen und Thatsachen in ihrem Glauben gestört worden zu sein. Im Jahre. 1843 habe ich (nachdem ich viel früher meine Ansicht darüber mit Zunz mündlich besprochen) im Magazin für die Literatur des Auslandes (no. 143) bewiesen, daß man nothwendig lesen, das Ereigniß auf 960 zurückverlegen müsse l). (Fortsetzung folgt.) Nachschrift - - zur Anzeige des ,tn ö'rottp.- Nachdem obige Anzeige nach einer ganzen Trauerzeit (11 Monate) aus dem Pulte der geehrten Red. erlöst, dem Preßbengel fast unversehrt entgeht, kann ich nicht unterlassen, das Wichtigste von demjenigen, was ich inzwischen bestätigen oder berichtigen gelernt, kurz anzudeuten. Die Vermuthung über el Kindi ist gesichert durch Wolf III, 4054, b. und viele Cataloge, — „Jakob B. Abba Jari Sasou" ist auch bei Rosst (Wrt. S. 288) zu berichtigen. Hingegen bin ich über den Almag est und Jb n Roschd (s. WolfIV. Nr. 1821) zweifelhaft geworden, obwohl auch del Medigo (Melo Ehofnajim S. 14) meinen Berdacht bestärkt, und der Abschreiber Abraham B. Simon auch bei 1) Es ist im dritten meiner fingirten Orforder Briefe. Daß diese Briese fingirt seien, habe ich ehrlich am Ende des ersten Briefes gesagt. Dennoch hat selbst die Hallische Allgemeine Literaturzeitung sie für echt gehalten, und, in Bedrängniß wegen meiner Angabe, daß ich, der Nichtemancipirte, auf Kosten der Regierung in Orford sek, hat sie einen Freund für mich supponirt, der von Orford aus mir die Briefe zur Veröffentlichung überlassen. Soll ich nun über dieses, von vielen jüdischen Gelehrten getheilte Mißverstandniß eitel sein, weil man in den Briefen soviel Wahrheit gefunden hat, sie für echt anzuerkenuen, oder soll ich meine Eitelkeit für verletzt halten, weil man nicht einmal den ersten Brief genau bis zu Ende zu lesen die Geduld hatte?