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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-10-01 · 10 (Oktober 1846) · p. Seite 398

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
10 (Oktober 1846)
Date
1846-10-01
Page
Seite 398 (sequence 40)
Language
German
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398 . Zur Wissenschaft des Judenthums. Selaveu verkauft wurden, find so eigenthümlicher Natur uud so folgereich für das Studium des Talmud und der Kultur der Juden überhaupt, daß sowohl die Hauptbegebeuheit, wie die sie begleitenden Umstande noch lange den PrüfuugStnd) des ehrlichen Forschers reizen werden. Wie durch die Eroberung Konstäntiuopels und die Flucht seiner Gelehrten das Studium des klassischen AlterthumS Nach de» abendländischen Kreisen verpflanzt wurde, so wurde durch die Gefangennahme der jüdischen Weisen die Erkeuntniß des Talmuds in Europa und Afrika neu belebt, und die Folgen der auf frischen Boden gepflanzten Thätigkeit waren so mächtig, daß sie in Verbindung mit andern Zufällen der Bahn des Studiums eine andere Richtung anwiesen, für dasselbe ueue Asyle gründeten und neue Verehrer weckten und die tausendjährigen, durch Größe des Strebens und. der Personen , durch Geist, Glaube uud MLrtyrerthum geheiligten Lehrsitze BabylouienS dem Untergänge zuführten.' Muß solche, für den Geist der jüdischen Literatur uud deren Geschichte so mannichfache Entwickelungen bergende, ja solche heilsame Revolution bedingende Begebenheit nicht den warmen wahrheitliebeudeu Fxeund der Wissenschaft in eine Wißbegierde, in eine geistige Unruhe versetze», bis sie durch vielseitige Bemühungen aus ihrem bisherigen Dunkel heraus in die erreichbarste Klarheit getreten ist? Aber auch die Charactere der in der Begebenheit und bald nachher handelnden Personen zeigen einen solcheu Reichthum an Tugenden, uud. besonders an der Tugend der Uneigennützigkeit, daß diese selbst, unabhängig von der allgemein wirkenden Thatsache, eiu Gegenstand der öfter« Ausbeute worden mögen. Besonders in unserer Zeit, wo die Gelehrten und Rabbiner sich höchstens dazu verstehen, jene Tugenden der spanischen uud babylonischen Rabbiner zu loben und zu bewundern, aber sich uicht immer in der Nachahmung derselben üben, mag es nicht nutzlos erscheinen, öfter auf die Darstellung dieser Geschichte, einerseits ehrend, andererseits mahnend zurückzukommen. Noch ist die Berichtigung der Hauptstelle bei Abraham beu David im 'ö (ed. Amst. 41, a ff.) nicht vollendet, und soviel auch von Rapoport bis auf Hook und Cassel dafür gethau ist, so ist doch das Bedürfuiß, noch mehr zu thun, noch lange nicht erschöpft. Was meine schwache Leistung dabei betrifft, so nehme ich wenigstens das Verdienst in Anspruch, den Gegenstand nach Zeit, Personal und Zweck der Reisenden selbstständig und einfach aufgefaßt zu haben. Ich habe ihm eben durch meine neue Auffassung vielseitige Aufmerksamkeit gewonnen, da nun Mancher im Triebe der Wahrheit, Mancher im Triebe jugendlicher Kampflust sich gedrängt fühlte, dafür oder dagegen zu sprechen. Der Sache selbst kann eine solche Polemik nur zum Vortheile gereichen, und die Redaction dieser Blätter wird, wie ich vermuthe, eine nochmalige Behandlung des Themas nicht ausschließen, nachdem sie sich das Verdienst erworben, durch Aufnahme der früheren Artikel und deren Beleuchtung die Theilnahme der Leser für, jenes' Thema neu belebt und in Spannung versetzt zu haben. Die namhaftesten Folgerungen, die ich seit 1843 dem Publikum vorgelegt habe, die seitdem vielseitig in Anspruch genommen wurden, sind: 1) Die Begebenheit sei von 990 auf 960 zurückzuverlegen, indem man statt •jttj'n mit geringer Emendation lesen müsse. 2) rte NV22N sei nicht Sammlung für Ausstattung einer Braut, sondern Sammlung für die Schule. ' 3) rite sei nicht hebräisch, sondern griechisch oder lateinisch. 4) Der vierte von Abraham ben David nicht gekannte V2N sei ‘■pan \

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