Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 10 (Oktober 1846)
- Date
- 1846-10-01
- Page
- Seite 387 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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387 Zur Geschichte der Jude» i» Polen. Es liegt uns also an Druckwerken fast gar nichts über die Zeit vordem 16. Jahrh. vor. R. MoscheMinz erzählt zwar(Respons. 114) einen Fall über einen Scheidebrief, der ihm, als er im I. (1404) sich zu Posen aufhielt (viiss ns -a wm, wobei zweifelhaft, ob als Rabbiner oder zufällig), vorgelegt wurde, und führt einen nv&sia v'n aus Luck (ipH)an; doch vernehmen wir nichts aus ihm, was überdieJuden inPolen einigen Aufschluß gäbe * *). Es liegtdaher auch keine nähere Nachricht über den oben(S. 246)aygeführtenMichel ausBrzesc, so wkeüber Simon aus Günzburg S. 247) vor; und erwiderten die Herren Rappoport und Zunz, bei denen ich anfragte, daß ihnen nichts Näheres über diese beiden Personen bekannt sei **). — lieber die spätere Zeit geben die Respons. Luria's, Jfferls, R. Joel Serkesch, R. Meier aus Lublin u. A. sowohl hinsichtlich des innern Gemeiydelebens, als der Verhältnisse nach außen manche Notizen, die wir, um nicht die Grenzen einer Zeitschrift zu übertreten, hier nicht verarbeiten können, die aber, sollen wir einegrü ndliche Geschichte der Juden in Polen erhalten, nicht unbeachtet bleiben dürfen. Frankel. Nachricht über die projectirte Theologen-vcrlarnmlung. MehrereTheilnehmer der Th.-V. haben den im vor. Hefte bestimmten Zeitpunkt, den 21.Oktober, als ungünstig wegen des nahenWinkers und der um solche Zeit beschwerlich en Reise gefunden. Es wird daher die Versammlung bis zum Frühjahr verschoben, und wird zu seiner Zeit das Nähere hierüber bekannt gemacht -werden. F. sosan, ohne eine sonstige Beziehung zn der von Zunz, gedachten Gegend. Vgl. auch R. Mosche Jserls Respons. 25. *) Ich kann jedoch den Zweifel nicht unterdrücken, ob die Leseart litis eine richtige sei. Minz, der in Deutschland lebte und nur mit deutschen und italienischen Gemeinde» in Correspondenz stand, erscheint hier ans einmal-in Posen, und ist dieses auch nur die einzige Frage, die in seinem Werkt ans Pole» erwähnt wird. Würden nicht an ihn, dessen Anssprüche so sehr gesucht wurden, auch andere Fragen ans Polen, wenn er einmal daselbst gewesen, ergangen sein? Vielleicht ist statt ms zu lesen mrs (Pesaro), wo dann ipib auch leicht erklärlich wäre. Mit Italien stand Minz, wie Respons. 97 ff. und sonst zeigt, in Verbindung/ und ist nach der damaligen näherest Verbindung Deutschlands und Italiens nicht ganz unwahrscheinlich, daß er einmal in Italien war. Der Verstoß nstis Ware leicht erklärlich, da das Buch -zu Krakau gedruckt wurde, und man daselbst an ms gewöhnt war. Bgl-'jedoch Znuz zur Geschichte und Literatur S. 194 Anmerk. a. **) Doch führt auch Bornschein diesen Simon als berühmten Mathematiker unter Siegmund II. an. Einen maaria “jiSKia führt Lnria Respons. 11. an, ohne ihn aber als Gelehrten hervorzuheben.