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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-10-01 · 10 (Oktober 1846) · p. Seite 383

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
10 (Oktober 1846)
Date
1846-10-01
Page
Seite 383 (sequence 25)
Language
German
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Zur Geschichte der Zuden in Polen. 383 bereits in den Anmerkungen zu Benjamin, Vol. 2 p, 227 nachgewiesen und Dukes (Sprache der Mischna S. 121) übersehen hat. Auch Schaffank hat in der Untersuchung über die alte Benennung der Slaven von' den hebr. Quellen keine Kunde gehabt. p» bald Slavonien trn Allgemeinen, bald Böhmen besonders, findet man bei Josippon, Jehuda hacohen (an drei Stellen : n>2U2 ms., Gutachten Meir Rothenburgs 887, Anmerkungen zu Mardachai N121712), Raschi (auch in v-nsn)„ Aruch, Saadia zum Daniel, Benjamin (p. 20 sä. London »toti rratoi pw ■psi, wo unrichtig Palästina übersetzt ist), Baruch, dem alten y«», in Qr Sarua, den Hagahot Maimoniot, und in handschriftlichen Werken französischer Juden des 13.-Jahrhunderts; «12 seit dem 12. Jahrhundert, z. B. in Machsor Bitry, bei Benjamin und Petachja. Eine Verbindung zwischen den Juden in Böhmen und Rußland — welches letztere bereits Josippon, Chasdai, Elieser b. Natan und Benjamin nennen — ist natürlich. R. Elieser aus Prag, etwa 1170—1190, war in Rußland und spricht von einer Handschrift, die er daselbst gefunden; vermuthlich derselbe ist es, welcher Anfragen erwähnt, die man in Rußland bei ihm gemacht. Die erste Notiz, aus Or Sarua stammend, erklärt so die Angabe zu cod. Vatic. 148, daß Orte in der Nähe von Lemberg in diesem Werke Vorkommen, indem jene Gegenden noch im 15. und 16, Jahrhundert Russta hießen, wie Kolons (N. 184) und Luria's Rechtsgutachten (N. 37 Ans.) beweisen, und noch vor 200 Jahren war das Wische Gericht zu Lemberg die Oberbehörde für Russta (Roth-Reußen). Dies führte auch zu einer Verbindung der Juden des westlichen Europa. In den jüdischen Schriften des 11. und 12. Jahrhunderts, die Italien, Deutschland und Frankreich angehören, habe ich sieben altslavische Wörter gefunden, was eine mündliche oder schriftliche Erläuterung von Juden voraussetzt, die in slavischen Ländern ansässig waren. Polens wird nicht vor dem 13. Jahrhundert gedacht. Aus jener und einer spätern Epoche werden einige Männer genannt, die den erwähnten Ländern angehörig nach Deutschland und noch weiter reisten, um deutsche Juden zu hören, als: Isaak und Mardechai aus Polen, Isaak aus Rußland, Ascher b. Sinai ebendaher. Im Vatikan liegen alte Erklärungen zum Pentateuch, in Rußland geschrieben. Einige Mittheilungen über russische Gebräuche macht bereits Elieser b. Natan, Dann aber tauchten erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts einige Namen von unterrichteten Juden jener-Länder auf; ich zähle darunter: Samuel aus Russia, der Collectaneen aus dem Talmud geschrieben, die 356 Bl. in 4. stark imVatican liegen; Katriel in Krakau, denJachia anführt: M a rd e ch a i S ch e a l t i e l aus Polen, dessen Sohn a. 1501 in Italien lebte (s. Schor in Zion Th. I S. 96). Da der größteTheil der dortigen

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