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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-10-01 · 10 (Oktober 1846) · p. Seite 384

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
10 (Oktober 1846)
Date
1846-10-01
Page
Seite 384 (sequence 26)
Language
German
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384 ' Zur Geschichte dev Juden in Polen. Juden, wie Sprache und Familien beweisen, ausDeutschland stammte, so wurden sie, namentlich von fern Wohnenden, durch *>«sm und ihr Land durch tssm bezeichnet. So schon hei Ascher "und Joseph Kolon. Elia Levita führt die Juden aller Sprachen,auf, nur die polnischen nicht (Tischbi v. vpvs); Jachta nennt Schechna einen großen Gaon in ganz ikos, und eben so läßt Conforte den Sal. Luria in tnm wohnen, und macht ihn und die berühmtesten seiner Nachfolger in Polen, zu Wirklich ist von sogenannten polnischen Gemeinden im Orient wahrend des 16. Jahrhunderts keine oder geringe Spur vorhanden, indem die aus polnischen Orten dorthin auswandernden Juden sich denDeutschen angeschlossen. Ueberdies war vor 300 Jahren Polen und Reußen noch nicht so stark von Juden bevölkert, wie aus Margaritha erhellt, und wohl auch aus dem Umstande, daß einmal in der ganzen Gemeinde von Ostrow kein yms zu finden war. Polnische Juden, sogar polnisch sprechende, haben indeß um 1510 in Brescia und Mantua gewohnt, da einige biblische Bücher damals in dieser Sprache für sie abgeschrieben wurden,, die noch in Parma aufbewahrt werden. Die selbstständigen Talmudlehrer beginnen für Polen, mit R. JacobPolak — irrig von Jost Falk genannt — der zwischen 1505 und 1530 blühete, ausdrücklich als Oberhaupt in Polen bezeichnet wird, wiewohl er auch inPragRabbiner gewesen. Einstimmig nennen ihn die Autoren jener Zeit ein großes Licht und einen der Großen seiner Zeit, der den Geschmack anty'p-fcn verbreitet, so daß seitdem die Vortrage sich in diese Art von Schulübungen verwandelten, deren Mißbrauch und Nebertreibung später so sehr getadelt werden. Er verbot, in Pantoffeln und Handschuhen zu beten, und war so bescheiden, daß er, um nicht als pdis citirt zu werden, es vermieden hat, seine Gutachten herauszugeben oder selbst nur abschriftlich zurückzubehalten. Angeführt wird nur von ihm eine Erläuterung in Bechai's Commentar, Einiges zum Mardechai, und seinen Namen trägt der 1504 gedruckte rcias bs pos, dessen Verfasser jedoch Jacob b. Jsaac genannt und vonAsulai für einen jüngern dieses Namens gehalten wird. Ein R. Abraham Polak war wirklich a. 1577 Äabbiner in Lubemilla. Als seine Zeit- und vielleicht Landesgenoffen nenne ich: M o se s J a fe, dessen Frau die Tante Joseph Cohen's in Krakau gewesen, und der ein Gutachten an die Rabbiner in Italien gerichtet; Jsaac Kleuber, mütterlichen Großvater von Sal. Luria, wahrscheinlich in Posen wohnhaft, woselbst alle seine Bücher verbrannten. Er hatte über Ritualien geschrieben. R. Anschel, der das. jüdisch-deutsche Glossar zur Bibel geschrieben. Jacob Polak's Schüler und der Lehrer aller derjenigen, die nachmals in Polen sich einen Namen erworben, war Schalom Schechna b. Joseph, gcst.. im Jahre 1558, der gleich Polak Nichts

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