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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-10-01 · 10 (Oktober 1846) · p. Seite 376

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
10 (Oktober 1846)
Date
1846-10-01
Page
Seite 376 (sequence 18)
Language
German
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376 Die Constrnctks» der indischen Geschichte. ragend); denn das Vorzüglichste und Bezweckte befindet sich immer in d c r M i t t e (»sasa iiaw aran nai i>a); der Samenkern ist in der Mitte der Pflanze, das Dotter in der Mitte des Eies eingeschloffen. Nun nimmt die Erde die Mitte unter den Himmelssphären ein, folglich find die Erdbewohner die vorzüglichsten Geschöpfe und der eigentliche Zweck der Schöpfung. Der bevorzugte Bürger der Erde aber ist, vermöge seines Geistes und seiner begabtcrnNatur, unstreitig der M e n sch. Vermöge seines Geistes erkennt der Mensch aber seine aus dem Dankgefühle entsprungene Abhängigkeit von seinem Schöpfer, die sich sofort für ihn in gewisse Pflichtengegen Gott verwandelt: die Verehrung und Liebe gegen Gott, die Anerkennung der vernünftigen Sittengesetze. Diese Pflichten sind zugleich der Art, daß sie seine zeitliche und ewige Glückseligkeit nabiv naia imiaa nniatn — fördern. Wenn, aber der Mensch diese Pflichten ausseinemGeiste deducirenkönnte, wozu nun die Offenbarung? Die Offenbarung will dem Menschen die lange Arbeit ersparen, die dazu gehörte, das Vernünftige seines Wesens anzuerkennen und es als Lebensregel zu nehmen: — na “viasa enV aia *w (nnntsn •’iis ‘»•n i>s) u-nn inaiai mian‘a'asa trrts» phnaaiB —. Die Einheitsgläubigen ta^wainp sind also innerlich genöthigt, die Offenbarung anzuerkennen, theils wegen ihrer Vernünftigkeit und theils aus Dankbarkeit gegen Gott. Neben dem rationellen Theil der Offenbarung — — besteht aber noch ein anderer Theil von an sich gleichgültigen Handlungen, die nur erst durch Gottes Gebot Werth erhalten — rvpsvo nnsa. Für diesen Theil liegt der Verpflichtungsgrund in der Ueberzeugung, daß, indem sie von Gott stammen, sie auch das Beste der Menschen bezwecken sollen. Möglich, daß sie auch eine vernünftige.Unterlage und einen theilweisen Nutzen haben —rvnphn rtew trib nivsn nt asi isttnan “5‘rta nasa nV&si —. So könne man sich einen plausiblen Grund von den geheiligten Tagen (Festtagen), von den geheiligten Personen (Priestern), von. dem Genußverbote mancher Thiergattungen, von den verbotenen Graden der Ehe und endlich von den Weihbestimmungen denken, — allerdings Zweckgründe, die schwach genug erscheinen —. Indessen möge die göttliche Weisheit noch ganz andere Absichten damit verbunden haben *). — Allein die Offenb ar u n g, als geschichtliches *) Bi'o'tan ‘inw’ttna na haa nteah nns*ta to-.an n»am (Emunoth we Death II. 2.) Dieselbe demüthige Anerkennung findet fich auch bei Philo. Nachdem er die Abfichten auseinandergesetzt, die dem Faktum zu Grunde liegen, daß das Gesetz in der Wüste, isolirt von jeder menschlichen Berührung, mitgetheilt worden, schließt er: «kö' tiaiv iv oro%a6[ioZs ii%o6tv ulziai teyopevai Jiepl zov

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