Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 9 (September 1846)
- Date
- 1846-09-01
- Page
- Seite 349 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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349 Zur Wissenschaft des Judenthnrns. 1755) „ein Jahrhundert des Verfalls für Polen und Deutschland," wo „auch in Holland, Italien und dem Orient" ein Sinken wahrgenommeu wird, zugleich aber. Einzelne austauchen „höher als ihre Zeit, und Spinoza, Salomon Hanau, Schabtai Bas, David Oppenheimer, Jechiel Heilprun, Israel Levi u. A. sammeln Ernten für zukünftige Jahre." — Wir können hier die Bemerkung nicht unterdrücken, daß der ewiggroße Denker Spinoza zwar Ernten sammelte, reicht und fruchtbringende für die Weltweisheit und die biblische Kritik, daß sein Sammeln aber keinen Einfluß übte auf die jüdische Wissenschaft; stammte sein Wissen auch daher, so sah er doch mit ziemlicher Geringschätzung auf sie herab, wi'e viele Stellen seines Tractatus zu erkennen geben. Darum erschien uns sein Name neben.denen der anderen eben genannten Männer, deren Wirksamkeit auf den Kreis der jüdischen Literatur mit unbefangener Anhänglichkeit beschrankt blieb, fast fremdartig. — Am Schlüsse dieser einleitenden Ueberflcht gegründet der Hr. Verf., seine Aufgabe, die er stch hier gestellt, die eingangsgedachte Periode des Mittelalters darzustellen, und geht nunmehr dazu über, uns mit den Verfassern der Tosaphot, der biblischen Commentarien, den Grammatikern, Punctatoren, Sittenlehrern und Abschreibern bekannt zu machen und die Richtungen jener Zeit dem Verständnisse naher zu bringen. Dr. B. Beer. (Fortsetzung folgt.) JÖl -llÄNN »IM (Fortsetzung.) ' Das sogenannte Hasmonaerkollegium — ÄL “Tb ^vielleicht die ysQovaux des II. Buches der Maccabaer) soll n1155...röj'TUT» untersagt haben. — Verf. vindicirt demselben Kollegium auch das Verbot der Beschäftigung mit griechischer Weisheit und der Schweinezucht, was aber auf einem Mißverstandniß beruht. Denn nicht im syrischen Kriege, sondern im römischen gegen Pompejus fand die Veranlassung zu diesen Verboten statt, wie nicht nur aus Josephus, sondern aus Jeruschalmi hervorgeht: *wi it>OT itfa 5]» (vorher ist die Rede von p Mbl») diii w '•öi (nwa. IV. iv.). ' Simon b. Schetach, dem großen Restaurator judenthümlicher Institutionen, schiebt der Verf. eine falsche Bestimmung unter, nämlich swot "to n»»1»» (nach N22) 14). Hier hat sich der Verf. vergriffen, und Simon b. S. zugeschrieben, was einem früh er n und später» »Pb angehört; an der Stelle steht nichts von sn-oiDT sondern von msftö was nach der fibrä.16) erzählten Veranlassung unter der Königin Salome-Alexandra noch erhärtet wird. Auch nach dem Endresultat des Jerus. (rYöird ad VIII.) heißt es: p mw N12N» t-iw" haro p — UebrigenS ist es unzweifelhaft, daß in dieser Epoche, unter dem Präsidenten S. b. S. eine Menge Bestimmungen ins Dasein getreten waren, die theils gegen die Harefis der Sadducaer demonstriren und theils die durch die Hellenisten eingeriffene Laxheit^ in religiösen Dingen verdrängen sollten. Bekanntlich hat Simon b. Schatach eine systematische Opposition gegen den Sadducaismus geführt, bis er dessen Anhänger aus