Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 9 (September 1846)
- Date
- 1846-09-01
- Page
- Seite 344 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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344 Tagesbegebenheiten. die Schule, was nimmt sie mit?. Haß gegen die Veranlassen« ihrer Qualen und das tiefste Bedauern über die nutzlos verschwendete Zeit; denn welcher Nutzen bleibt zurück von einem auswendig gelernten Religions- Luche? Noch eine Mittheilung minder bedeutenden Inhalts. Sie werden Manches von einem Vorfälle bei der Einweihung der hiesigen renovirten Neuschule am Schabbat Nachamu vernommen haben. -Unser RabbinerRappopDrt hatte einen Vortrag, nach dessen Beendigung der anwesende S. Hold he im, eingeführt durch M. I. Landau, sich ihm nahete. Manche konnten ihre Indignation gegen Holdheim nicht unterdrücken, und es wäre bald zu unangenehmen Auftritten gekommen. Dieses erneuerte sich, als H. den Rabbiner R. in feiner Wohnung besuchte. Wir finden bei diesen Vorfällen am meisten bedauernswerth, daß der Vorsteher Herr M. I. Landau die Würde des Rabbiners R., in dem doch bei solcher Gelegenheit die Gemeinde repräsentirt wird, nicht besser zu wahren wußte, und durch sein Verschulden "— eine Vorsätzlichkeit suchen wir durchaus nicht dahinter — Anlaß zu übler Nachrede und indecenten Auftritten gab. Als Mann von Charakter mußte er wohl zu berechnen wissen, daß nach den gegenseitigen Anklagen R's. und H's. und dem entgegengesetzten Standpunkte, den sie einnehmen, ein solches öffentliches Begegnen für Religion und Gemeinde gleich verletzend sei. K. * * * Zu Sidney in Australien, wo im I.1817 sich nicht mehr als ungefähr zwanzig Juden befanden, hat sich, wie das Jewish Chroniele N. 22 erzählt, eine zahlreiche Gemeinde gebildet, die an dem Vorabend des v. Pessachfestes ihre neue Synode „Beth Israel" eingeweiht hat. .Folgende Paragraphe aus dem für das Gemeindecomite entworfenen Statut werden als die wichtigsten angeführt. 1) „Das Comite wird Sorge tragen, daß die geeigneten Schritte gethan werden, um einen Fonds zur Beförderung der Erziehung aufzutreiben unwnöthigenfalls die Unterstützung der Regierung zu verlangen, welche, wie man gerechte Ursache zu hoffen hat, nicht ausbleiben wird; und soll für geschickte Lehrer und Erzieher gesorgt werden. 2) Das Comite soll aufBildung einer hebräischen Bibliothek bedacht sein, welche aus in England veröffentlichten, und Moralität und Religion befördernden Werken bestehen soll. 3) Das Comite soll in Berücksichtigung, daß wir als britische Juden das Band, das uns an das Mutterland knüpft, nicht aufgeben wollen und, da wir keinen geistlichen Führer haben, wir uns unter dey Schutz des Oberrabbiners von England stellen, zu diesem Zwecke eine Korrespondenz mit diesem ehrwürdigen Herrn einleiten." Es wurde nun auch folgende Adresse an den Oberrabbiner Dr. Adler zu London übersandt. „Wir,