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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-09-01 · 9 (September 1846) · p. Seite 325

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
9 (September 1846)
Date
1846-09-01
Page
Seite 325 (sequence 7)
Language
German
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325 ßuv Geschichte bet Inden in Polen. den Reihen der Russen und 'Oesterreicher dienen, die polnischen Inden des Mangels an Muth und der Unfähigkeit, im Heere zu dienen, zeihen?" - Unter den geflüchteten Polen bemerkt man Juden, die auf dem Schlachtfelde Ehrenzeichen erhielten. Wir führen unter Andern die Herren Herwisz undHorowizan,dieauch in der Verbannung ihrem Vaterlande mit nützlichen und patriotischen Aufsätzen dienten. Wir müssen aber auch zugleich einen Umstand erwähnen, der die jüdischen Freiwilligen-an der Darlegung ihres ganzen Patriotismus und ihrer Hingebung hinderlich war. Die Nationalregierung autorisirte die Bildung einer ausschließlich aus Juden zusammengesetzten Escadron, und vertraute die Leitung einem gewissen Berkowicz, einem Sohn des oben (S. 259) gedachten Obersten Berko, an. Es muß sehr bedauert werden, daß ein solches Werk einem unfähigen Manne anvertraut wurde, der die Pflichten, die schon der Name seines Vaters ihm auflegte, vergaß. Er ließ die ganzeKriegszeit mitOrganiflren verstreichen, ohne je etwas zu beendigen, und er ist von seinen Glaubensgenossen beschuldigt worden, die Gelder, welche die jüdischen Patrioten zum Unterhalte feiner Soldaten ihm übersandt hatten, untergeschlagen zu haben. Dieses ist gewiß, daß der Hauptmann dieser Escadron die ihm obliegende Aufgabe nicht begriffen hat. Wenn dieses kleine Corps Freiwilliger in den Stand, sich auf dem Schlachtfelde auszuzeichnen, gesetzt worden wäre, so würde es den Beifall der ganzen polnischen Nation erworben haben. Doch eine andere der Ostrowski'schon direct entgegengesetzte Meinung herrscht unter einer großen Anzahl von Polen. Sie denken und behaupten, daß die Juden nichts taugen, daß sie den Russen als Spione dienen und ihnen ergeben sind, und daß man daher dieses, dem Vaterlande und der polnischen Sache feindliche Volk vertilgen und ausrotten müsse. - Während des letzten Krieges wurde eine große Anzahl Juden für Spione gehalten, als solche gerichtet und bestraft, ohne daß Beweise ihrer Schuld Vorlagen. In dem Augustower Kreis haben die Parteigänger Puszet unv Szon unzählige Mordthaten begangen. Viele von Puszet angeführte Freiwillige hatten nur unter ihm Dienst genommen, um die Juden plündern und hängen zu können. Denn dieser grausame und rachgierige Anführer, der eine unbegrenzte Freiheit verkündet hatte fing damit an, ein schändliches Beispiel der Ungerechtigkeit zu geben und ließ, da er schön-lange seine Rache gegen eine jüdische Familie zu befriedigen wünschte, einen Greis, seine zwei Söhne und deren Kinder in dem Distrikt von Mariampol aufhängen. Natürlich ahmten die Bauern und die unter einem solchen Chef stehenden Freiwilligen dieses Beispiel

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