Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 8 (August 1846)
- Date
- 1846-08-01
- Page
- Seite 317 (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2744856-2744883-2744892--1274-2746244- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
317 Zur Wissenschaft des Judenthums. dieser Auffassung beizubringen. 1) Eine Maffora7 8) zählt zu denjenigen acht Versen, in denen viermal ab ab ab ab verkommt, den VerS: ab ab N3SN ab 212ÄN ab qa^n im ersten Dekalog. Klar geht hieraus hervor, daß diese vier Aussprüche in einen Vers zufammengefaßt werden können, was nach uns (stehe oben unter 6 und D) allerdings gestattet ist. 2) Eine andere Massora zahlt den Vers: möb im ersten Dekalog zu denjenigen, die ein na nai nä navna haben; hieraus erhellt, daß NMS nicht mit *vpt verbunden werden darf (nach uns 6 und v), sonst würde fich, gegen die Maffora, in dem Verse ein na nai na nai na na vorfinden. Endlich 3) wird von der Maffora«) der Vers: Mn abi Man abl yrvn abi NLin ab im zweiten Dekalog zu denjenigen neun Versen gezählt, die ein abl abi abl ab*J haben- und das ist auch nach uns (6 und Dj, der Fall. — Als sekundären Beweis säge ich noch hinzu, daß fich auf der hiesigen Stadtbibliothek ein altes Pentateuchmanuscript vorfindet, in welchem nach jedem Verse das Targum aufgeführt ist. Im ersten Dekalog (TW)- folgt das Targum sogleich nach dem ersten Verse iria, dann erst wieder nach den Worten *nTra w-ratöbi, wie bei uns unter 8. Im zweiten Dekaloge (-^nnai) hingegen bildet ^Da bis vn»'•Hööbi einen Vers und dann erst folgt das Targum, ganz nach unserer Angabe unter A. Zum Schluffe noch ein Beispiel dafür, wie die Maffora fich durch Tonzeichen veranlaßt fühlt, Versabtheilungen zu machen, die wir nicht haben. Die Parascha nbttnv im ersten Buche Moscheh hat nach der Maffora 154 Verse; zählen wir nach, so-finden wir nur 153 Verse, und diese Differenz hat darin ihren Grund, daß die Maffora den mit doppelten Tonzeichen versehenen 22teu Vers, des 35ten Kapitels für zwei Verse zahlt, während wir nur einen annehmen. Wollte man aber behaupten, daß der Grund dieser Theilung in zwei Verse nicht sowohl in den Tonzeichen, als in der dort befindlichen Petucha zu suchen sei, so haben wir nur 4. B. M. Kap. 25 V. 19 dagegen zu halten, um sogleich von dem Irrtümlichen in dieser Behauptung überführt zu werden. Dieser Vers wird, obgleich fich auch in ihm eine Petucha findet,'von der Maffora nur für einen gerechnet, eben weil die einfachen Tonzeichen eine TheilunK in zwei Verse nicht zulaffen. Königsberg, im Jnnius 1846. Vr. Julius Coßmann. Necentionen. - GnosticismuS und Judenthum von vr. Hirsch Grätz, Krotoschin bei B. L. Honasch und Sohn 1846. (p. 132) 8°. Das hier angezeigte Buch reihet fich den besten litterarifchen Erscheinungen der-neuesten Zeit an, indem es seinen Gegenstand wissenschaftlich und gründ- 7) Siehe n2-»9A Buchstabe b. 8) Das. das.