Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 8 (August 1846)
- Date
- 1846-08-01
- Page
- Seite 316 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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316 Zur Wissenschaft des Judenthums. 2*N22 Rabia hat) -£> iTiT üb, MX; 2 Versxwn xb;3 V. 212* (21212); 4 V. 222; 5 V. NL2N 6 V. r)X2N *6; 7 V. 2iwrv xM 8 V. N22N üb) 9 V. 212NN x^. B. 1 Vers (wenn 2^222 ein Siluk oder Ethnach hat) -,22X bis 2^222 oder bis ^50 £2; 2 x^ oder ntt)5n xV; 3 V. xivn x4>; 4 V. IM (2121L); 5 V. -122; 6 V. NiL^in x^; 7 V. p>x2N x^>; 8 V. 212ÄN xb; 9 V. N)2N xV, 10 B. 212m xb. Nach den untern Tonzeichen zw ei Arten. C. 1 Vers (wenn 2^222 ein Silnk hat) 122X; 2 V. x^; 3 V. ND2N x^;4V. N1NMN x^; 5 V. 22N NM; 6V. xivn x^; 7 V. -,12t (21212); 8 V. NM; 9 V. 'w'MN 2l"»i; 10 V. NM “o (troti); 11 V. 222; 12 V. n^2N üb; 13 V. 212NN' üb (212NN xVi). v. Wenn 2^222 mit Ethnach bezeichnet wird, so werden zwei Verse in einen zusammengezogen, und man erhalt nur 12 Verse. Wir finden demnach, daß der Dekalog, je nachdem 2*122 eine der drei ni^N hat und der-,i^2N 222 oder.)innnn 222 angewandt wird, entweder neun und zehn oder zwölf und dreizehn Verse Hachen kann. Ist das Resultat dieser Forschung, die schon vielfach in altern Schriften angeftellt worden, richtig, so schwinden alle Schwierigkeiten und Heidenheims und Reggios Fragen lösen fich von selbst. Wenn nach, dem Erster« die Gesammtverszahl des zweiten (1209) und des fünften B. M. (955) die Einzelzahlen (beim 2, B. M. 1206, beim 5. B. M. 952) um drei Verse übersteigt, so hat dies zwar seine vollkommene Nichtigkeit, ist aber von der Maffora recht absichtlich so hingestellt, und sie hat in ihrer bekannten brachylogischen Schreibart dadurch zu erkennen geben wollen, daß die Verszahl des Dekalogs eine schwankende ist, und zwar giebt sie es dadurch zu erkennen, daß sie in den Einzelzahlen den Dekalog bald zu 10 Versen (I2r2), bald zu 9 Versen (-,2NNX1) rechnet und ihn dann wieder mit 13 Versen (in der Gesammtangabe) in Rechnung bringt. Auch Reggios Einwurf zerfallt hierdurch in Nichts, denn wenn der Dekalog zu 13 Versen gerechnet wird, so bildet allerdings der Vers: „Richter sollst du nicht lästern" (Er. 22, 27) genau die Halste, indem sich vor ihm und nach ihm 604 Verse finden. Ganz so verhalt es fich mit dem fünften Buche Moscheh, denn wenn der Dekalog in demselben zu 12 Versen gerechnet wird, wie es auch in der Gesammtangabe (955 V.) geschehen ist, so bildet allerdings der Vers: „Und du Lhue nach dem Ausspruch, den sie dir verkünden werden" (Deut. 17, 10) die.Mitte, indem vor ihm und nach ihm genau 477 Verse stehen. — Diese Lösung ist, sollte ich meinen, plausibler, als die Annahme, die Mafforeten verstanden nicht zu addiren^). Das "erzielte Resultat laßt sich noch durch folgende Betrachtung erhärten. Die Maffora giebt die Verszahl in ritv auf 72 an; zahlen wir nach, so finden wir 75 Verse. Ebenso findet sie in “pnnx^ 118 Verse, wahrend wir 122 herauszahlen. Jetzt, da wir wissen, der Dekalog kann 97 10, 12. und 13 Verse haben, dürfen wir hierüber nicht mehr staunen, denn wahrend die Maffora die Verszahl des Dekalogs in 12auf 10 und in;2NNX1 auf 9 Verse, ansetzte, ist er von uns in beiden Fallen*in dreizehn Verse getheilt. Es sei mjr noch erlaubt, drei nicht unwichtige Beweise für die Richtigkeit 6) Vielleicht unterzieht sich ein geehrter Mitarbeiter dieser Zeitschrift der Aufgabe, die. Ansicht des Talmud (Kidduschin 30 a.), daß die fünf B. M. 5888 Verse enthalten, zu erklären. Ohne Zweifel hat auch diese Angabe ihre vollkommene Richtigkeit, und es fehlt uns nur noch der Schlüssel zu deren Erklärung.