Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 8 (August 1846)
- Date
- 1846-08-01
- Page
- Seite 315 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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Zm Wissenschaft des Jndenthums. 315 Totalsumme 5945 lind die wahre Totalsumme ist 5947, wovon ich mich durch mehrfaches Nachzählen überzeugt habe." So weit Reggio. % Eine, wie mich dünkt, geistreiche und vollkommen ausreichende Lösung dieser Schwierigkeiten hat mir der Herr Rabbiner Meklenburg an die Hand gegeben, und ich glaube mir durch die Mittheilung derselben den Dank der geehrten Leser dieser Blätter zu erwerben. Schon die Bemerkung, daß sowohl Heidenheim wie Reggio Fchler der Massora nur in dem zweiten und fünften Buche Moscheh finden, während sie an den übrigen drei Büchern nichts.auszustellen haben, wie auch besonders der Umstand, daß nach Heidenheim die Differenz -jedesmal drei Verse beträgt und zwar so, daß in beiden Fällen die Gesammtangabe um diese drei Verse größer ist, als die Summe der Einzelangaben, führt darauf, daß dieser gleichartige Fehler in zweien, den genannten Büchern gemeinschaftlichen Stellen zu suchen sei. Und welche find solche Stellen? Wir haben uns nicht lange danach umzusehen, wir finden sie alsbald im Deka log masO, 2 B. M. Kap. 20 (rirf) und 5 B. M. Kap. 5 V. 6. Durch eine ganz einfache Betrachtung werden wir darauf geführt, daß die Verszahl des Dekalogs keine feststehende ist. Der Parascha iw werden nämlich von der Maffora 72 Verse vindicirt- Versuchen-wir es nun nachzuzahlen, und zwar rechne» wir den Dekalog nicht mit, so erhalten wir: Kap. 18 — — 27 Verse. Kap. 19 — — 25 - Kap. 20 ohne Dekalog 10 - Im Ganzen 62 Verse. Da nun die Massora 72 Verse herauszahlt, so muß sie den Dekalog für zehn Verse gerechnet haben. Nehmen wir eine ähnliche Operation mit der Parascha pnnxi vor, deren Verszahl die Massora auf 118 bestimmt. Wir finden: Kap. 3 — — 7 Verse. Kap. 4 — — 49 - Kap. 5 ohne Dekalog 17 - Kap. 6 — — 25 - Kap. 7 — — 11 - Im Ganzen 109 Verse. Somit ist von der Maffora hier der Deka log für neun Verse gezählt worden. Woherdas? — Es darf als allbekannt vorausgesetzt werden, daß die beiden Äekaloge mit doppelten Tonzeichen, den oberen und unteren Tonzeichen üSD /yrten vsv) versehen find. Dieser Umstand übt nicht blos auf den Gesang bei dem Vortrage seinen Einfluß, sondern inffuirt auch auf die VerSeintheilung. Im Allgemeinen laßt sich hierüber Folgendes sagen: Das Wort im ersten Verse kann mit dreierlei Tonzeichen versehen sein, 1) mit Sityk, 2) Rabia, 3) Ethnachtha ^). Hat es Siluk, so schließt es natürlich einen Vers. Hat es Rabia, so steht es ziemlich am Anfänge eines Verses, der erst mit den Worten TO schließt. Hat es endlich Ethnach, so steht es in der Mitte eines Verses, der mit endigt. Hält man dieses fest, so ergeben sich in dem Dekalog folgende vier Arten der Versabtheilung. Nach den oberen Tonzeichen zwei Arten: A. 1 Vers (wenn 5) Heidenheim, int angeführten Werke 2. Theil Seite 130. 24*