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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-07-01 · 7 (Juli 1846) · p. Seite 277

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
7 (Juli 1846)
Date
1846-07-01
Page
Seite 277 (sequence 39)
Language
German
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Receyfiorren. 277 Abschrift und Abdruck^ offenbar in beive gebracht, so daß jede für sich unverständliche Stellen/ und Lesarten darbietet. Vre auch nur zum Theil aus der Vergleichung zu verbessern sind 20). Palquera's Uebersetzung wimmelt von ArMsmen,-Charisi's tragt deutliche Spuren einer weitschweifigen, fast rhetorischen Paraphrase — die vielleicht ein moderner Recensent auch „elegant"- und „eine historisch-philosophische und keine philologische Arbeit" nennen würde, weil sie —" den Commentar mit übersetzt, d. h. in unserm Falte zugleich übersetzt und eommentirt ^')! Charifi gibt eine fließende Uebersetzung^ schreibt so, wie wenn es nicht der Wiedergabe eines fremden Tertes gälte, und gibt ihn auch oft gar nicht, setzt,zu und laßt sonderbarer Weise auch weg, selbst was zum Verstandniß nöthig (s. S. 13 Z. 8 v. u. S. 14 Z. 12. S. 6 Z. 5. 2 v. u.). In wie weit hier Absichtlichkeit mit im Spiele war, oder es überhaupt in der Methode des berühmten Dichters und Rhetorikers zu suchen sei, ist schwer zu entscheiden. Die auffallendste Variante, die ich gefunden, spricht sehr günstig für Charisi's Loyalität (oder Furcht?), aber eben so entscheidend gegen seine Uebersetzertreue, denn hier hat offenbar Palquera das Ursprüngliche, nämlich für by ■pnb dwsai dam bz ^2 bbsrrtei ... (!) ^222. 2N2^an nipsr na^1->2 d'iaübi ’ das hat Palquera drfc “pami ... bbtrtan tr-diart nipLl 3ttb «'nat üftnnV dassa aaian bz -o 1! Und dergleichen nannte man in damaligen Zeiten: „Uebersetzung"! Freilich müssen wir bedenken, daß nicht jeder Uebersetzer ein Charisi war, der, nach dem alten Wahlspruch: 22"« *2), die Erfindung auch auf die wissenschaftliche Uebersetzung ausdehneu mochte. — Es ist um so nothwendiger, diesen Punkt zu berühren und mit diesem letzten Beweise abzuthun, als Charifi neulich einen Vertheidiger an Hrn. Kampf gefunden 22). Dieser spricht-nämlich (Tachkemom S.3) von der ,-Nemesis", welche Samuel Jbn Tibbon durch Schem Tob Jbn Palquera erreicht habe! Aber Herr Kampf hat nicht nur die Berichtigungen Geiger's (Ztschr. III. S. 399), zu Dukes' Ehrensaulen, sondern auch die betreffenden Stellen bei Jbn Tibbon selber nicht gelesen, wenn er glaubt, dieser habe „dem Dichter vorgeworftn, daß seine (l. dessen) Uebersetzung undeutlich sei", sondern bloß Dukes zur Hälfte nachgeschrieben, wahrend Dukes selber nur zur Halste nachgelesen hat; denn der beachtenswertheste Passus ist der mit den Worten: '121 rwnnxn ribaft '">22 •fe'lFn»*» anfangeude (vergl. auch Art. nax , Nwpdr und idp in Jbn Tibbon's Worterkl.). — Zugegeben, daß Jbn Tibbon, durch Charisi's Tadel verletzt, sich etwas zu heftig auslaßt, obwohl er selber stch vor schlimmer Absicht verwahrt, so beweist er doch Charisi's Nnwis- 20) Es Ware zu wünschen, daß Hr. B. I. das Blatt aus dem seltnen Mebakkesch noch zu dieser Broschüre abdrucken ließe. — Hier Varianten und Verbesserungen zu geben, ist unmöglich. 2!) Wir hatten die Parabeln noch weiter bis zum Gegensatz durchführen können, das soll aber nächstens geschehen. 22) vAql6xov zfjg monouag zo 'ipsvdog, Arist. bei Delitzsch, zur Gesch. der.hebr. Poesie S. 128. (Zu berichtigen Ltbl. 1843. S. 58 Anm. 86.) Vgl. Archivolti d^2l2N nai2V Cap. 32. Bl. 101 a. 23) Doch scheint Herr K. nicht ganz mit Charifi zu sympathifiren; denn so viel ich mich erinnere, hat er den Tarchum treuer behandelt als seinen Schützling. -

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