Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 7 (Juli 1846)
- Date
- 1846-07-01
- Page
- Seite 276 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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276 . Recensionen. maßer als „de intellectu sphaerarum“ (bei Zuttz) als Bezeichnung einer Abhandlung über die d*4di» 16). Die Verstümmelung des Nackens el ^indl (TOibaO in „Alexandriner" (^TOM)^ist sehr leicht begreiflich, und vielleicht anch noch durch die Bearbeitung des Alexandriners Hypsides (Wnstenf. Nr. 29. Menr. p. 210. vgl. p. 135. 178. 1860 veranlaßt. Zugleich . haben wir in dem des Paris. Cod. (bei Wolf HI, 30. zu berichtigen: Ztschr. II. S. 110 Anmerk. 13) ein Zeugnkß der Verstümmelung aus TObbx. Kehren wir nach dieser Abschweifung zu unserer moralischen Gpistek zurück, deren Berhaltniß zu v?n Werken des Aristoteles' vermuthkich das eines Ercerptes ist. 'Zu meinem nicht geringen Erstaunen fand ich diese moralische Epistel im Mebakkesch von Schemtob Palquera (loi. 21a.), wo es heißt: „Auch andere Nationen haben über Sittenlehre (fiitb) gute Sachen verfaßt, wie z. B. das Buch TO u. a. 17). Die Kenntniß der Sitten gehört aber zur Kunde des Verhaltens (NLNr.NN und darüber wurde das.bekannte Buch, genannt Ethica (ap^asO, verfaßt, auch wurde eine kleine Abhandlung (rrap m^) über diesen Gegenstand verfaßt und dieß ist ihr wesentlicher Inhalt (nvL12 Nil)." Am Ende der Abhandlung (fol. 216. Z. 3 v. u.) heißt es: v'vssi LNl mm ösnb L<in m ' D*TOp cri>xo. Vergleicht man diese kleine Abhandlung bei Palquera 19) mit der uusrigen bei Charisi, so ergibt stch ein Resultat, welches für die Uebersetzungsweise des Letztem nicht ohne Interesse ist. Zwar gestattet die schlechte Ausgabe des Mebakkesch, und die schlechte Beschaffenheit der Handschriften unserer Abhandlung nur eine äußerst vorsichtige Schlußfolgerung; dennoch kann wohl die gegenwärtige Übersetzung als Beleg für das — allerdings harte — Urtheil Samuel Jbn Tibbons. über Charisi betrachtet werden. Schon der Umfang der beiden Vorlagen zeigt einen merkwürdigen Unterschied, indem Charisi's Bearbeitung fast doppelt so stark als die Palquera's! Dem Inhalte nach finden sich merkwürdige Abweichungen, und es fragt sich, worauf diese beruhen. Daß Palquera eine andere arabische Bearbeitung als die Ali's vor ßch gehabt, ist deßwegen unwahrsch inlich, weil nur diese eine (und zwar bloß die hebr. Uebers. Charist's) bekannt ist. Die Schlußbemerkung Palquera's besagt auch nicht, daß er selber den Inhalt in Form eines Auszuges wiedergebe, sondern scheint sich auf das Berhaltniß der kleinen Abhandlung zur großen Ethik des Aristoteles zu beziehen. Palquera ist als kritischer Kenner des Arabischen bekannt, und hat selbst Jbn Tibbon's Uebersetzung des Moreh emendirt. Demnach ist von ihm. eine wortgetreue Uebersetzung, selbst auf Unkosten des Hebraismns zu erwarten. Geben wir nun eine vergleichende Charakteristik der beiden Versionen — wobei wir natürlich von den Fehlern absehen müssen —, welche 16) Vielleicht ist jedoch an das Werk über den Almagest (Wenrich p. 235) zu denken, und der Titel schlecht übersetzt. - 17) Dieß ist ein deutlicher Beweis, daß auch dieses Buch Jbn Gabirol^s (Geiger Ztschr. IV. S. 390) wie das rf'» *ppn bloß eine Sammlung aus fremden Quellen sei, s. Nappöport, Zion II. S. 97. — Ueber den hebr. Uebers. s. Ltbl. 1844. S. 703. 18) Siehe Oesterr. Bl. f. Lit. und Kunst 1845. S. 124. 19) Sie ist verschieden von seinem TOttnr rrns, welches er in der Einl. (foi. 2 b.) anführt.