Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 7 (Juli 1846)
- Date
- 1846-07-01
- Page
- Seite 273 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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Zur Wissenschaft des Judeuthums. 278 umfassen. In diese Rubrik gehört die mündliche Interpretation, die den Wortfinn der Schrift geradezu aufhebt: l-> Pnn m — paa; biöan ab ausgedehnt auf abna "nva überhaupt, die antrsadducaische Erklärung von nidiaa nawn. Hier bringt der Verf. manche Stetten an, die beweisen sollen, daß fich die Talmudisterr des Widerspruches zwischen der traditionellen Auslegung und dem schlichten Tertworte wohl bewußt waren: inssiaa ba pina ‘"jbnnmdlp*» da biaa paa isw bmaun '*i mnto (tna'ina) d^aT nivbwa am nr. y*vn bs (d^döTO anVisa). Vom Verst sehr unkenntlich wiedergegeben. — Derselben Art ist die Tradition von den.neun und dreißig Hieben anstatt des biblischen > TW d^sam, und endlich gehören hierher die zwei wichtigen Talmudstellen, wo der Wortfinn mit Bewußtsein verlassen wird : bmatir. '*v dliüa pW S 'aax aaa baa mbm ^ssna rnaa mim mpa napis nabn niaipa nabiaa naa baav nahm a£& Jiias: mim aaa baa nar.ai arna max nainn. (üaia 16a.), (wozu nach R. Akiba: nabaa nb^a nabmima n» maa mim bid.). — Die andere Stelle ist noch prägnanter: rnmn baaa rraaaadr raw rn^ mm (aia"' ^) ^an iai\as *ma aum rnpa px nba rna^b xvlvaa mnp">Lm (niaa'' 24). — Hieran knüpft der Verfasser die Betrachtung über den Werth der traditionellen Interpretation, wenn sie sich von dem Wortsinn der Schrift allzusehr entfernt oder ihm geradezu widerspricht. Die Ansicht von der Aceommodation (anaaöfcO theilt auch der Verf. und unterstützt sie durch die Frage, ob denn vor der Einführung einer derartigen Eregese jene Bestimmungen, die talmudisch hergeleitet werden, nicht vorhanden gewesen? Indessen so viel auch diese Ansicht für sich hat, und vom Talmud selbst an unzähligen-Stetten geltend, gemacht wird, etwa in den Ausdrücken: anabh ‘anptf paa Ift^aadM Wa: so reicht diese Erklärung doch nicht für alle Falle aus. Wie oft stoßen wir nicht auf schiefe Herleitungen, die alles Ernstes für beweiskräftig ausgegeben werden, und nichts weniger find als dies. So wird nicht selten gefragt:? in» «rmaiaa! a"bia oder es wird hingestellt: mnm anba mp mb anai ma aaini bpa, wo dann dieses anmim oder dieser mp auf eine gezwungene Eregese, auf ein scheinbar pleonastisches n'oder i sich stützt. Dieses zum Verstandniß der talmudischen Eregese hochwichtige Problem hat der Verfasser keinesweges erledigt, und kann es erst dann seine Erledigung stnden, wenn der bisher Ln Bausch und Bogen behandelte Talmud in seine Elemente zerlegt, in natürliche Gruppen gesondert sein wird; die Widersprüche werden leicht gelöst sein, wenn man die Differenz der Schulen wird gefunden haben, wozu ja der Talmud selbst die Anleitung gibt: z. B. die Schule des rnpn p . mwo 'a habe nach der Regel mal bba Herleitungen gezogen, die Schule des was. uns* avo hingegen, aus welcher R. Akiba hervorgegangen, vielmehr Ich an aiL>ai ^iaa gehalten (niaiav26), wie überhaupt diese letzte Schule sich durch die Ausbeutung scheinbarer Pleonasmen auszeichnet, welche aber die Schule des R. Nechunia, und die seines Schülers bmaiü“« 'a durchweg bestritt: vgl. aira na* niaaiuii) b^ataa ata^ps 'a na bau) babaiai -aa paai pna piaai praisa ppai paa (mau)) rtna d^nu)i d^awa itaa u)->a iai (a"a I,3.), hingegen von R. Jsmael findet sich: rnnu) d->na U)bu)a'nna ir rnina wia baaasn 'a (saaa aaaaa X, 242.); ferner pn wi aa^pa S (niaan 68.). Bemerkenswerth ist die Stelle (paaniv 51d.) basattP» afcnps 'a b'a jrrsndb it mxia naina mia nnaia aiaa ->ai b"a min m nai na ^na (Fortsetzung folgt.) Frankel, Zeitschrift III. 21