Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 7 (Juli 1846)
- Date
- 1846-07-01
- Page
- Seite 264 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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264 Allgemeine theologische Bibliographie. Seh' ich, wie er vom Hüttenrauche Kann steigen bis zum Thron empor, Dann lächelnd schauen will mein Auge, Doch — eine Thrane sinkt davor. Mit ihm sie theilt den Ruhm, die Ehren, Gefeiert, wenn sein Name klingt. In seinen Purpur, Freudenzahren Sie weint, begeistert ihn umschlingt. Wenn sie wie eine Ros' am Strauche Zu ihm, als Sonne, blickt empor, Dann lächelnd schauen will mein Auge, Doch — eine Thrane sinkt davor. Noch mehr zeichnen sich unter Andern durch poetischen Schwung aus: „der Wunderbaum", „o Volk dem gerauschet", „die Seherin zu Endor"; dagegen tritt in Andern mehr als die Poesie der Freimuth und die Kraft der Wahrheit hervor, wie in: „Umstande andern die Sache", „wie es so geht", „es ist doch eine Schande", „Anwendung des achten Gebots." Mögen diese Dichtungen und Wahrheiten nur zu den Herzen Aller sprechen und dort eine Statte finden, wo sie zu Thaten führen können! Dann würde der Verfasser gewiß noch mehr belohnt sein als durch den herzlichen Dank derer, denen sie gewidmet sind. 35. Zur UMentchakt -es Iudenthums. Ueber geschichtliche und literarhistorische Arbeiten dieses 5. Jahrzehents. II. Zur Geschichte und Literatur. Von Dr. Zunz. Erster Band. Berlin. Verlag von Veit und Comp. 1845. VIII. und 607 S. gr. 8. Man kann annehmen, daß Inhalt und Tendenz eines Schriftwerks dreierlei Art sein können: polemisch, apologetisch oder doctrinell. —> Seit dem Verfalle der spanischen und italienischen Schule vis gegen das dritte Viertheil des 18. Jahrhunderts waren die Erzeugnisse der jüdischen Literatur, — wenige Ausnahmen abgerechnet, welche größtentheils Polemik gegen die sabtajanische Secte enthielten oder dahin einschlagende rabbinische Streitigkeiten betrafen, — fast ausschließlich ihrem Hauptwesen nach doctrineller Natur. Belehrung über Gesetz und Recht, über Erlaubtes und Verbotenes, über religiöse -Gebrauche und Herkommen, war der gewaltige Strom, der, theils in Scholien und Commentarien, theils in Gutachtensammlungen, mitunter auch in Monographien einzelner Materien der so vielfach verzweigten jüdischen Ritualistik und Gesetzesausübung, über die Gefilde Israels reichlich sich ergoß und der selbst seinen Nebenbachen, welche die Lehren und Erzählungen der" heil. Schrift, die Wahlsprüche, Glaubens- und Sittenlehren, Allegorien und Begebenheiten der alten