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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-07-01 · 7 (Juli 1846) · p. Seite 262

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
7 (Juli 1846)
Date
1846-07-01
Page
Seite 262 (sequence 24)
Language
German
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262 Tagesbegebenheiten. geleitet wurde, die Meziza nicht als Heilmittel (und als solche allein dringt er doch auf fle) empfohlen haben. Wir gläuben, daß nirgends mehr als bei solcher Gelegenheit der Wunsch gerechtfertigt sei: N21N pm ''NN ^k. ' . * * * Man hält gewöhnlich die Juden für das von einem Individuum aus ihrer Mitte begangene Verbrechen solidarisch verpflichtet; hingegen ist man geneigt, das Gute schnell zu vergessen oder gar dieAugen davon abzuwenden, und es unbeachtet zu lassen. Daß die Juden Galiziens der österreichischen Regierung bei der nun gestillten Jnsurrection große Dienste geleistet, wird nirgends erwähnt; vielleicht um nicht die Pflicht der Erkenntlichkeit auf sich zu laden. Die Juden blieben trotz Druck und unerträglicher Steuern der Regierung treu; und retteten manchen Beamten und manchen Edelmann. Graf L., Secretär beim Gubernium zu Lemberg, der als kaiserlicher Commiffär reiste, geriet!} unter einen Haufen Bauern, die ihn für einen Edelmann haltend, schon ihre Mordgewehre auf ihn anlegten. Auf seine eifrigen Protestationen führten fle ihn zu einem Juden, der ihn erkannte und ihm das Leben erhielt. Ueberhaupt wußten die Bauern gut, daß sie im Juden einen Freund, im Edelmann einen natürlichen Feind haben; und es erlitten auch, wie erzählt wird, die Juden keinen Schaden durch die aufrührerischen Bauern. Ein Beweis mehr, wie die Behauptungen jener philanthropischen Judenfeinde, daß der Jude den polnischen Bauer aussauge und aufzehre, ungegründet sei. Hingegen wird manche schöne That erzählt, wie mancher Jude mit vieler Aufopferung den Edelmann rettete, und ein jüdischer Pächter sogar sein Leben für die Erhaltung seines Gutsherrn zum Opfer brachte. Freilich sollen wir den Lohn der treuen und edlen That in uns selbst finden; aber es heißt denn doch etwas zu sehr mit dem Himmel gespielt, wenn man statt dem Bedrückten sein Menschenrecht angedeihen zu lassen, die Augen, um sich ein beschämendes Geständniß zu ersparen, verschließt und ihn auf den Himmel verweist. Allgemeine theologische Bibliographie. Judenlieder von August Janßen. Oldenburg 1846. Druck und Verlag der Schulischen Buchhandlung. Wir werden bei dex Anzeige dieses an Inhalt und Form gleich trefflichen Werkchens fast verlegen, daß wir nicht parteiisch erscheinen: da es uns nicht zu verargen wäre, wenn wir diese Gedichte schon um der wahrhaft rein humanen Gesinnung willen, die sich in ihnen über einen Gegenstand ausspricht,, dem sie

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