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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-06-01 · 6 (Juni 1846) · p. Seite 239

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
6 (Juni 1846)
Date
1846-06-01
Page
Seite 239 (sequence 41)
Language
German
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Zur Wissenschaft des JudenthurnS. 238 scheint dabei, wie auch selbst p. 322 bemerkt Unjrb, Me Zahl des schon Vorhandenen und die Vortrefflichkeit desselben nicht.minder mitgewirkt zu haben. Aus eine große Zeit im Reich der literarischen Erzeugnisse kommt gewöhnlich eine kleine, reich an Geburten pygmäischer Wesen; die dunkle Seite großer Zeiten und Männer sind die Nachtreter und Nachahmer; deren Erinnerung dauert so lange als ihr Geltungsbestreben — für einen, für mehrere Tage oder Wochen. -Nur Einen hebt er noch hervor, R. Mose b. Nachman Girondi, einen bedeutenden Kritiker und Philosophen, 1194 war er in Gerona geboren; vier Jahre nach seiner Disputation mit Fra Paolo vor König Jacob von Arragonien ging er nach Palästina, wo er sein Leben beschloß. Den interessanten Brief, den er von dort aus an seinen Sohn geschrieben, theilt der Verfasser in Uebersetzung mit; nur zwei Brüder, Juden, hat er in Jerusalem gefunden, Färber von Handwerk, die Farben vom Landesfürsten kaufen; eine Notiz, die eine Stelle in dem Bericht des Benjamin von Tedela bestätigt *), der ungefähr 100 Jahre früher in Jerusalem gewesen war. Derselbe erzählt: „und es ist da das Haus der Färberei, welches die Juden vom Könige gekauft haben und es dürfen keine andern als eben diese dieses Geschäft betreiben." Es lebte in Nachmanides eine Mystik unv kabbalistische Anschauung, daher auf ihn viele der Lehren der'Kabbala zurückgeführt werden; es war überhaupt das kabbalistische Studium, das in den philosophischen Bestrebungen der spanischen Juden eben seine Basis fand und suchte, wie einst in den neuplatonischen Studien die Gnosis; Philosophie, die Freiheit des Geistes über sich selbst gebiert aus sich die Bezwingerin dieser, die in den Fesseln des Geistes nicht im Geiste suchende, nicht aller tieferen Wahrheit entbehrende, wie schnell aber ausartende Mystik. Das Schlußwort, des ersten Theils bildet endlich ein kurzer Ueberblick über Form. Sprache und Rhytmen. Wir fügen zum Schluffe unseres Berichts über diesen Theil die Namen einiger größtentheils noch unbekannten Dichter hinzu, die in dem großen Werke von Ahmed al Makkari erwähnt werden. Außer obigem Ibrahim ibn Sahl nennt er nämlich noch Ibrahim Iben—Fakkhür Algahudi an Alphons von Toledo Hofe. Er war dessen Gesandter bei einem moslemischen Fürsten im Westen, ein guter Dichter und eleganter Prosaiker (p. 160). Elias Jbn Almudawvas, jüdischer Arzt und Dichter, und die jüdische Dichterin Kasmünah (p. 161. cf. Lebrecht im Orient 1841). Ueber den zweiten oder in der Anordnung des Buchs vielmehr ersten Theil, die Auswahl de.r Stücke selbst, ist wenig zu sagen. Das Talent des Verfassers, poetische Stücke mit allem Schmelz und Geist des Originals zu übersetzen, ist bedeutend; in dem Uebersetzer selbst liegt das frische poetische, in die Farben des blühendsten Redeschmucks gehüllte Dichterelement. Nur einem solchen, der sich ganz in das Original zu versenken und in sich selbst das Object des Gedichtes zu verjüngen versteht, darf das hochwichtige Geschäft übertragen werden, eine neue Literatur bei ihrem persönlichen Auftreten vorzustellen; aber auch solchen, die eine Ader raschen und feurigen Blutes in sich tragen, aus der eine eigene Phantasie emporsteigt, und die unsichtbare Unterlage wird, die alle Poesien durchglänzt und durchschimmert, mögen sie anvertraut werden. Nur dichterhast fühlen die Dichter von den Dichtern. — Nur einige steine Dichtungen seien hier mitgetbeilt. Das erste ist in dem historischen Theile übersetzt und ist von N. Elasar Kalir. 1) Ed. Asher 1. p. 75. b. etc.

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