Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 6 (Juni 1846)
- Date
- 1846-06-01
- Page
- Seite 238 (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
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238 Zür Wiffenschöst des Jndenthums. Jbn Esra ist sogar der christlichen Welk genauer bekannt, in mathematischen, sregetischen -und grammatischen Arbeiten glanzt sein durchdringender Scharfsinn. Von dem schönen Gedichte, das er dem Joab zuspricht, muß man doch sagen, daß es wahrscheinlich aller akrostichischen Spielerei wie viele entbehrt. Ter Ernst, der in den großartig philosophischen Werken des R. Mose b. Maimon liegt, scheint bei dem Verfasser die Psiegeder Poesie zurückgedrängtzu haben; doch sich der Chan gezwungen, sich einem Anderen anzuschließen; es kam darauf an, welchem von' den nichtheidnischen. Nicht das religiöse Gefühl, die politische Ue- Lerlegung kam dabei, wie einst bei Constantin, sehr in Betracht. Daß die Magyaren so zntig Christen geworden waren, hat durch das Widerstreben heidnischer Elemente Jahrhunderte länge Stürme verursacht. Das berichtet ja auch der Chazarenkönig „und es wohnen da", sagt er, „Israeliten, Jsmaeliten, Christen und andere Völker mit andern Sprachen." An dem Antwortschreiben wird ebensowenig gezweifelt werden dürfen. Es ist hier nicht der Ort, das ganz zu beweisen, nur Einiges mag bemerkt werden. Das Land itnat iji Erdely, der ungarische Name von Siebenbürgendie Uebersetzung von Transilvania, Waldland. €f. Otrocotzi Origines Hungaricae 2, 27 — 30. Für diejenigen, welche an dem so weiten Hinaufdringen der Ehazaren zweifeln könnten, setze ich daSCitat aus dem ältesten ungarischen Historiker hierher, dem Anonymus Belae Notarius ed. Endiiehet. „ Terrarn vero, quae est inter Thisciam et silvam Jgson (cf; p. 157) qüae jacet ad Erdevelu a fluvio Morus usque ad fluviwm Zomus praeoccupavisset sibi Dux Moro, cujus nepos dictus est ab Hungario Menumorout, eo quod plures habebat amicas et terram ülam habitarent gentes, qui dlcuntur Gozar.“ Ueber Juden in Siebenbürgen in sehr alter Zeit gibt es noch später sehr komische Sagen. Grass (Disputat. de Transitvania jp. 7) nennt es europäisch Canaan; etwas, was nicht ohne Zusammenhang sein mag mit der Bezeichnung von für die slavischen Länder, die sehr alt ist. Kelp (fatales Saxon. Transilv. p. 3. Note) meint, es könne der Jütenberg seinen Namen von den Juden haben. „Qui ante aliquot secula Ibi condiderunt emporium Talmud: expulsi post e Transilvania et historiae vestigia in pago Saxonico Talmisch relinquentes.“ Auch die sonstige Karte, die der König entwirft, wird jeder richtigen Prüfung stehen. Die Einfälle der Chazaren in das kaukasische Gebirgsland und die Zinsbarkekt dortiger Nationen sind bekannt. Die armenischen und georgischen Geschichten erzählen genug davon. Das •ß'-iin th' das georgische Meer ist das kaspische; auchJosippon kennt es mit dem Fluß STtm, was Kire heißen muß denn es ist der Fluß Kurr (od. Lreirh. p. 5) oder Kyr. Was er von den Russen Hat, geben die Byzantiner fast wörtlich wieder. Von den Patzmaken, den Petschenegen erzählt es der purpurgeborne Constantin (ck. Eichwald, Alte Geogr. des kaspischen Meeres p. 575) u. s. w., was einem andern Orte überlassen bleiben mag. Von den Juden' an der möotischen Küste erzählt Theophanes (bei Eichwald p. 555). Ebenso müssen hier die Ehalister, die mosaische Gesetze gehabt haben sollen, ck. Schlözer, Siebenbürgen p. 186 N. 33, die Philistues, die in ungarischen Diplomen Vorkommen, ck. Kaprinai Hung. dipl. 2, 314., hier übergangen werden. Nur Herrn Oberrabbiner Löw in Kanischa wollen wir aufmerksam machen, daß. erden Brief des R. Chisda'l schon das zweite Mal für seine jüdisch-ungarischen Skizzen zu benutzen vergessen hat. Daß Zedner schon (Auswahl histor. Stücke p. 35) dieß gerügt hat, als er es in der Zeitung des Judenthums 1639 vergaß, ist auch im neuesten Wiener Jahrbuch (P.67) nicht beachtet.