Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 6 (Juni 1846)
- Date
- 1846-06-01
- Page
- Seite 236 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2744856-2744883-2744890--1187-2746155- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
236 Zur Wissenschaft des Judenthums. ihren Sagen; nie wahrer als in der Unwahrheit des Mahrchens. Was Abitur betrifft, Veffe« Reise» »ach Damaskus er bestimmt (?) in das Jahr 970 fetzt, so folgt er Ln Bezug auf"seinen Namen wsürsu) der finnigen Bermnthung Lebrechts, dieses für SatanaS in Folge der Streiligkeiten mit N. Ehanoch zu erklären« Das scheint mir aus folgenden Gründen weniger der Fall zu sein. Abraham ben David nennt ihn nm2X -,2 WM p priX"' 12 poV» \ Ware Ben StanaS wie den Beliaal, also ben SatanaS zu lesen, so konnte er nur pnxi 12 UZXirsD p 5]W 'i geschrieben haben, denn der Zuname konnte doch nur ihm allein gebühren, auf ähnliche Weise, wie es -.2 ixYüiö'i pö*P heißt. Zweitens würde Abraham alsdann davon erwähnt haben. Drittens ist SatanaS. zwar lateinisch, aber schwerlich arabisch, und endlich hat es Abitur doch in seiner Feindseligkeit gar nicht so weit getrieben, er, der vielmehr im nU fern ruhigen Alter den Streit selbst durch edle Refignation beendigte. Indem ich den Namen Abitur an sehe, fallt mir eine Analogie ein, die. ich auch freilich fürchte im Terte, aber nicht in dem Asyle der von hier verbannten, in den No, ten wiederzugeben 1). Weit der Verfasser Lei R. Zsaak ibn Giat auf Lucena und seine Berühmtheit die Aufmerksamkeit richtet^ will ich einige übersehene Notizen mittheilen. Es gehörte zum Sprengel von Cordova *). Auf seiner letzten Fahrt nach Afriea kommt Jnsuf ben Taschfin nach Lucena und bedeutet den Juden daselbst, daß fie Moslemen werden müßten; es Ware nämlich in einem alten Buche des Cordovaner's Muherra gefunden worden, daß die Juden zur Zeit des Propheten fich verbindlich gemacht hätten, Moslemen zu werden, wenn ihr erwarteter Mesfias nicht mit dem Beginne des Jahres der H. 500 gekommen wäre, von welchem fie in ihrer Tora angeben, er werde ihres Glaubens und ihrer Nation sein und sein Glaube werde bis an's Ende der Welt dauern. Die Juden erwirken aber endlich nach inständigen Bittest bei König Jusuf nnd durch Vermittelung des We- 1) Bekanntlich ist der Name des Verfassers vom Kaphtor weferach, Esthori ha Parchi etwas unklar. Den Namen Haparchi erklärter selbst durch Florencia in Andalüs (cf. Zun; bei Asher Benj. 2, 26O.). Er selbst lebt in der Provence, wo in seiner Zeit die Juden landesübliche Namen führten. Cf. Zunz, zur Gesch. n. Liter. 1. p. 460. 461. Es ist zu vermuthen, daß auch lim tinx ein solcher sei, da er das Wortspiel liebt. Zunz hat mrttrx zusammengezogen und so steht es auch aber nur in der neuen Ausgabe des Kore haddorot, wie mir mein Bruder bemerkte. Aber in der alten Ausgabe steht es deutlich getrennt; es soll nicht nur dem Kaphtor entsprechen, sondern im Anfang der Vorrede ist auf das Omoioteleuton gesehen, *m*i\n hi2)2 ^212 *»im rrm nix min woraus mir auch als besonderer Name hervorzugeheu scheint. Ein doppelt Wortspiel liegt wohl zu Grunde. Erstens scheid ii*m die Uebertragung von Iona oder Colomb, Colon, eines nicht seltenen Mamens; zweitens scheinen mir die tmrtt ^x (1. Reg. 15. 15.) die Wanderer, die Kundschafter gemeint zu sein, da er selbst von fich sagt miVra ■pJMäl *2X W»2fc msm *6 bx •na ix mm isä msin bbw mx^ &119 n^ix ->2x mm ^2 19 rnxLtz &b nnma ...wwi . wnpn Mit diesem nnirx möchte ich den irnrnx vergleichen! 2) ^Imaklcar! 1, 42.