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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-06-01 · 6 (Juni 1846) · p. Seite 235

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
6 (Juni 1846)
Date
1846-06-01
Page
Seite 235 (sequence 37)
Language
German
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Zur Wissenschaft des JudenthurnS. 255 daß man *ttm Emsammeln der Gelber gerade die Häuptlinge auf so weite Reisen schickt. Aber auch die Etymologie von schola ist sehr schwankend. Nach Analogie anderer Ableitungen würde selwla das s nicht verloren, sondern ein a vielmehr angenommen haben. Das Analogon ans der französischen Sprache, die in der neueren Zeit das s in der Mtte wegwarf, wie in evota, ist unstatthaft, weil man im Mittelalter e-scole schrieb und sprach. Wahrscheinlich ist aber die Sache ans dem jüdischen Element einfacher erklärt. Wie so freilich bestimmte Sabbate mit dem Beinamen ,.Braut" belegt wurden oder die Bortrage an ihxnen weig ich'nicht zu erörternJ). Man muß nur immer bei der Natürlichkeit des Volkslebens stehen bleiben; in das hineingedacht, erscheint Vieles anders, was man mit fremden Augen für unwahrscheinlich halt. —Im 4. §. charakterisirt Sachs die einzelnen Dichter, aus deren poetischen Erzeugnissen er dem Leser einige in modernem Gewände vorgeführt hat; ^er ordnet sie nach dem Geist, der sie belebt, und zu ihrem eigentlichen Verstandniß tragt er mit Fleiß die Analogien zusammen, die für die philosophische Basis, auf der die Dichtungen schweben, sich entweder in griechischen Originalen oder in spateren Auffassungen finden. Von den drei Repräsentanten der sogenannten altern Synagogalpoesie in Spanien wird Abitur der Gründer, R. Zsnak Zbn Grat der Entwickelnde, R. Salomo ben Gabriel der Ausbildner genannt; wenigstens so wird man ihr Verhaltniß zu einander begreifen können^ Abitur freilich hat den zweiten Theil feines Lebens nicht in Spanien zngebracht und es läßt sich voraussetzen, daß auch er Muster gehabt habe; der Verfasser nennt ihn nur den Gründer, im Verhältnisse zu den zwei Andern, in deren Mitte er ihn erwähnt. Diese Dichter lassen noch dem Inhalt sein erstes Recht; sie vernachlässigen die Form des Gedankens halber; in beiden die Stufe künstlerischer Vollendung zu erreichen, gelang erst der kommenden Zeit- Namentlich mit dem anmuthigen Dichter des Keter Malchut beschäftigte er sich ausführlich und gründlich. Die Notiz, daß Gabriel in Saragossa geboren und in Ocaüa gestorben sei, ist interessant und weil sie ct* nem alten Manuscripte angehört, gewiß zweifellos. Daß Saragossa beiden Arabern Sarkosta hieß, ist bekannt; die spatern nahmen jedoch schon den lateinischen Namen an, den sie im christlichen Staat vernahmen 1 2). Er macht aufmerksam auf das traurige Geschick, das den jungen R. Salomo verfolgte; er fühlt ans seinen wehmüthigen Dichtungen die Seufzer heraus, die der Dichter, der das Höchste erreicht hatte, wäre er älter geworden, in seinen Phantasten ausathmete. Die Sage, nach der der von seinem Blute getränkte Boden in seinem Baume Früchte, ungewöhnlicher Süße trug, stellt er mit den von Pindar und Elasar Kalir erzählten zusammen. Die Menschen sind nie gerechter als in 1) Cf. Zunz' Gottesdienstl. Vortr. p. 337. (tf-ip ist im Targum oft srb, vgl. Richter 7, 3. Jes.40,3. u. a. a. O. Von dieser Nadir nun dürfte das (mit freilich veränderter Punktation) abzuleiten sein und hätte die Bedeutung eonvocatio. Dieses wäre auch ganz anwendbar auf die nur einigemal im Jahre (den N1N2U)) statthabenden Zusammenkünfte, wo gleichsam alle Privatstndirende zusammenberufen werdend Für perpetuirliche Schulen oder Akademien war der Ausdruck oder. und halten wir daher auch in etymologischer Hinsicht die Conjectur Lebrechts nicht für begründet, da Alles zugegeben der Ausdruck rAp NV2.N und nicht Kro'TO 'rii, befremdend bleibt. F.) 2) Ci. Zunz Zeitschrift p. 157 und Juchasin 98. b. 101. a. jc. Zu p. 229 Note. Ueber den Drachen Rahu cf. Lengerke Kenaan p. 14, der durch ihn Hiob 3, 8. erklärt. - 18*

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