Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 6 (Juni 1846)
- Date
- 1846-06-01
- Page
- Seite 232 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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- Cicero 1× ep/1024888
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232 Zur Wissenschaft des JudenthumS. nes Gedicht von Duuasch ben Librat, das ganz-in der künstlichen akrostichischen Torm der Peitanim erscheint. Die Schlacht, >die darin über den König Radmir, wie Sachs richtig liest (p. 2J5 N. 1.), gefeiert wird, ist ohne Zweifel die von Zamora im Jahre 939, in der «ach dem blutigsten Kampfe endlich von den Galizier« das Feld geräumt wird. Sachs vermuthet ein Treffen aus dem Jahre 950, das Conde erzählt, allein es war dieß weder gegen Radmir geliefert, noch konnte es dieß sein, da dieser König schon am 5. Januar 950 starb und von der Schlacht bei Zamora (5. August nach Schäfer) bis zu der von Radmir gewonnenen bei Talavera ordentlicher Waffenstillstand und Ruhe toctr1). Au seinen Cohn Ordorib <950 — 957) könnte man nur denken, wenn man ‘rwr—■ p wörtlich nahm*, allein das einzige Treffen, was hier gemeint sein kann^ ist einmal nicht durch die Könige selbst geliefert worden und dann muß hier eine entscheidende Schlacht, aber nicht ein bloßer Einfall, dessen stegreicher Erfolg von den Christen bestritten wird, gefeiert worden sein. Unter Sancho I., dem anderen Sohn Radmir's (957—966), war Friede mit den Arabern und ebenso unter Radmir dem Dritten (966—982). Durch dieses Gedicht glaubt nun Sachs p. 250 Note das Datum der Ankunft des R. Mosche in Spanien, das er p. 182 um das Jahr 962 angefetzt hat, noch vor das Jahr 950 zurücksetzen zu müssen, weil in diesem Gedichte tem R. Chisdai, welchem es geweiht sein'sollder Titel eines r&a beigelegt wird. Das Ereigniß selbst aber hat noch meßr politische als literarische Bedeutung. Bon Spanien aus ging eine Menge Geld von den Inden an die Gaonen nach Babylon. Das Haben ihre Fürsten niemals gern gesehen. Dieselbe Klage, die Cicero 2 3) erhebt, wenn er gegen das aurum Hierosolymitanum spricht, äußern die römischen Kaiser nach Zerstörung des Tempels. Julian ^) will fie von der.politischen, aber auch von dieser hierarchischen Steuer befreit wissen; Honorius und Theodoflus verbieten und erlauben sie mehreremale. Auch den Kalifen in Cordova war das unbequem. Dadurch, daß man ihm vorstellte, oder daß er einsah, daß durch die Gelehrsamkeit des R. Mosche es nicht mehr nothwendig gemacht sei, Gelder an den babylonischen Gaon zu senden, begünstigte er dessen Anfiedlung und sein Sohn Alhqkem hat diese Politik im Streite zwischen R. Chanoch und Abitur festgehalten. R. Mosche war noch ein junger Mann, als er nach Spanien kam, denn seine Frau reizte noch durch ihre Schönheit, die Lüste des Jbn Romahks, und R, Chanoch noch ein Knabe, denn erst eine Zeit nach seiner Anstedlung in Cordova verheirathete ihn R. Mosche; denn daß es noch einige Jahre bis zu diesex Berheirathung dauerte, wird durch die Angabe klar, daß es eine der größten Familien gewesen, mit der er ihn verheirathet, und das kann erst nach allmahligem Wachsen seines Ansehens geschehen sein. Man verheirathete stch aber sehr frühzeitig. R. Chisdai, der spater, wie aus seiner politischen Stellung zum Monarchen sehr natürlich hervorgeht, als ein Gönner des R. Chanoch erscheint oder erscheinen mußte, wird bei der Erzählung v u der Ankunft R. Mosche's freilich nicht genannt; ich vermuthe aber, daß gerade er, als Schatzmeister des Königs, wie er stch in seinem Briefe bezeichnet, der Vermittler zwischen dem König und den Freunden des R. Mosche gewesen. 1) Cf. ‘(gonbe 1, 421. Schäfer p. l85. 2) Orat. pro Flacco, cap. 28. ed. Freig. II. p. 461. 3) Juliani opp. ed. Paris. 1630. p. II. p. 150.