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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-06-01 · 6 (Juni 1846) · p. Seite 227

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
6 (Juni 1846)
Date
1846-06-01
Page
Seite 227 (sequence 29)
Language
German
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Zur Wissenschaft des Judenthums. 227 Don Etasar führt nun der Flug poetischer Erzeugnisse nach Spanien, aber in diesem Lande der großen Erfahrungen für die Inden gelingt es erst sehr spat, über innere geistige Angelegenheiten der Juden eine Nachricht zu gewinnen. Ans dem Reiche der Westgotheu klingt kaum ein Name herüber und nur von Kampf und Bedrückung ist in oen Gesetzen des hyperorthovoren Staates die Rede. Es kann hier von-keiner Untersuchung der Ankunft der Juden ln Spanien die Rede sein; die alte Gelehrsamkeit hat sich jedoch sehr viel damit beschäftigt *). Nachdem Basnage nach Widerlegung alter falscher Conjecturen in dem Concil Jlliberitan. im 4. Jahrhundert zuerst ihre Spur gefunden■*■), gaben uns Jgnacio Jordan und D. Miguel * 2 3 4) eine echte Inschrift .aus dem 4. oder 5. Jahrhundert: NIA SALO MONULA ANN. I. MENS IIIL Dl El I. 1UDAEA. und Florey versetzt sie .mit Recht schon vor Christi Geburt. Von ihrer Ankunft aber bis zu den Westgothen, die auftörteu, Arianer zu sein, lebten sie in beneiden'swerther Ruhe. Ihre Zahl war sehr bedeutend geworden und bei der Verbindung, in der sie sogar spater unter dem Druck der orthodoxen Könige mit ihren Brüdern in Asien und Africa gestanden, laßt sich nicht denken, daß sie jedes geistigen Elements, das drüben so lebendig war, entbehrt haben könnten. Matamonis 5) scheint daher nicht ohne Grund, wenn auch ohne Quellenangabe, zu schreiben: „Vigebant porro ea tenipestate Hebraicae literae in Hispania quas multis ante saecuiis sub Tiberium Caesarea* nrbe Italiaque tota pulsi fugientesque decreto Seuatus Iudaei et paucis post annis exacti imperio CJaudii in Hispaniam invexerant.“ Er meint dabei die Zeit des heiligen Isidor, des Leander und Fulgentius, denn wenn man auch nur die hebräischen Studien darunter verstehen wollte, die -diese und mehrere andere Episcopo Cantica, quae Graecis Canones nuncupantur excogitata sunt a quodam Damasceno scriptore, cui nomen Cyrinus filius Mansur (Joannes Damascenus) et ab alio Monacho, qui Abbas Cosmas apud ipsos (Graecos) appellatur etc.“ Die Stelle deutet auf den Einfluß griechischer Poesie und Formen auf die syrische. Cf. Assemanni 1. p. 166. 167. Pfeiffer p. 35. — Kalir hat. diesen Ausdruck „Poet" nicht. ynp hat im Syrischen Analogie. Cf. Sachs p. 178. Note. . 1) So z. B. soll Tubal nach Spanien gekommen sein, hervorgegangen aus der Verwechselung, in der man die Iberer — für die schon Josephus I, 3, 6 Tubal erklärt — nicht für die am Kaukasus, sondern ln Spanien hielt. Sebastian Münster in seiner Kosmographie (Basel 1545) p. 48 hat die Ableitung des Namens Tarracona von aosp KW, Ochsen esiy. 2) Histoire des Juifs livre 7. ch. 11. (ed. a la Haye t. 7, 256). 3) Discorso sobre el estado y condicion de los Judios en Espaüa» angehängt an das Ordenamiento de Leyes, que D. Alfonso XL hizo en las Cortes de Alcata de Henares 1318 (Madrid 1771. fql.J p. 143. 4) Espana sagrada 3. p. 67. 68. 5) De Academiis et doctis viris Hispaniae Lei Schott Hisoania illustrata 2, 810.

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