Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 6 (Juni 1846)
- Date
- 1846-06-01
- Page
- Seite 226 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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2W Zur Wissenschaft des Zudenthyms. Berehrnng der Bilder in dem christlichen Reiche, namentlich tm byzantinischen Staate bezogen haben, von der man weiß, daß sie von den Juden rntt dem größten Spott behandelt und die Jconolatren nur immer als Götzendiener behandelt Morden sind. Ans dem zweiten Nicanischen Concil hatte man sich mit der Widerlegung dieser jüdischen Angriffe beschäftigt und den Bildersturm nicht minder Ln spaterer Zeit jüdischem Einflüsse zugeschrieben *). Hat aber Elasar kn Palästina gelebtso muß das vor der Mitte deS 7. Jahrhunderts geschehen sein, in welchen Jahren die Araber diese Lander den Byzantinern entrissen. Und in der That will ja Herr Fuld bis in das Jahr 601 2) die Lebenszeit des Mannes zurückverlegen und-die Tradition, die ihn in frühe Jahrhunderte nach dem heiligen Lande hiuführt, scheint mir wenigstens immer von so großem Gewicht, um obige Vermnthungen zu bestätigen. Im jüdischen Alterthum ist das immer precar, wenn Vermuthunge» die Tradition wider sich, immer schon etwas gewonnen, wenn sie sie für sich haben 3). — 1) Cf. L’Enfant Preservatif contre Ia reunion avec Ia Snie de Rome (Arosterd. 1725) 3, 264. Neanver Gesch. d. christl. Kirche ll, 2. p.122. Cf. über die Rabbinerversammlirrrg des Jahres 1600. p. 12. N. 26. 2) Israelit. Annalen 1841. p. 295. 3) Hier;« ziehe'man noch folgende Bemerkungen: 1) Schon vor Kalir (wenn man eben 970 v. Ehr. annimmt> haben Midraschim babylonische Antoritaten benutzt, wie Midrasch Schirhaschirim, Kohefeth, Tehilim. Cf. Zunz p. 263-ic. 2) Von denjenigen, die das nicht thun, die sich nur auf palästinische Autoritäten berufen (nne Bereschith Rabba, i\Sidrasch Echa, Vajikra rabba), nimmt man als Vaterland eben Palästina an. 3) Es hat bei Untersuchungen über das Alter schriftlicher Monumente das späte Erwähnen bei anderen Autoren mcht immer Geltung (ef. Zunz p. 300. 301). Die Pesikta wird zuerst von R. Rachan und Jalkut citirt. Bekanntlich sagt nun R. Gerschom (f 1040), Kalir hatte zu den gehört. Hatte Kalir aber um 970' gelebt, war er eben nur N. Gerschom's älterer Zeitgenosse. Was verstand er aber unter de» ttrasn. Wohl die nachtalmudischen Gelehrten erster Periode? Genuß hat er aber nach diesem bedeutenden Zeugniß nicht iur 10. Jahrh. gelebt. Wenn ihn nun Saadia citirt, der ein Jahrhundert gerade früher als R. Gerschom lebte, so kann er doch höchstens erst dem 9. Jahrhundert und zwar der Wahrscheinlichkeit nach dem Anfang desselben angehören. Pesikta rabbatb! soll aber nicht vor der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts redigirt sein; wenn aus diesem nun, wie Zunz p. 244 angibt, Kalir geschöpft hat, so muß das, wie es scheint, aus derselben Quelle geschehen sein, und das Datum der Abfassung ist kein maßgebendes für das Zeitalter KaliPs. 4) Zunz stellt die Bezeichnungen «222^2 bei Midrasch Schirhasch. »on Koheleth, in der Pesikta V., bei Midrasch Schirhasch., in Pereschith rabb. zusammen. Wenn, wie so ist gerade dieser griech. Name auf die Dichter der Synagoge übergegangen? Barhebraus hat die Stelle: „Post Conciliuro autem Chalcedoiiense Magnus ille Severus acerrimus dogmatmn nostrorum (id est Jacobiticorum) propugnator Cnntibtis suis omnibus qui e Gracco in &yriacutn sermonein translati sunt versiculos e Psafterio praefigens subtiles plane et Orthodoxas sententias permiscuit. Item sub religiosissimo Jacobo Edesscnö et electo Georgio Arabum (der christlichen Araber)