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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-06-01 · 6 (Juni 1846) · p. Seite 225

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
6 (Juni 1846)
Date
1846-06-01
Page
Seite 225 (sequence 27)
Language
German
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Zur Wissenschaft des Judenthums. 225 Keriath Sefer hier mit 2) geschrieben l) und das iff Schönstadt, von nLB schön und vom nsfcj nn und fast dasselbe mit Calirrhoe von ncdog. Freilich verwechseln in den alphabetischen Reihen die Dichter, weil a nicht so wortreich ist, dieses gern mit einem w, aber erstengeschieht das eigentlich seltener Ln den Kalin'schen Poesien und sollte man diese Verwechselung gerade bei der Angabe der Vaterstadt erwarten, die er so selten nennt? Auch sehe ich ja nicht ein, warum eine Verwechselung, die zuweilen stattsindet, ickmer und auch bei Eigennamen statthaben müsse. Dabei will ich nicht sagen, daß Kalir in Kalra gerade gelebt haben muffe, aber daß sein Name stch davon herschreibt, ist doch eben so gut möglich, wie von Caller. Allein wer auch unparteiisch das Regengebet, das Elasar allein verfaßt hat, gelesen, muß auf die Vermuthung kommen, daß es in Palästina gedichtet 2). lieber die Zeit, in der er gelebt, läßt fich, wie es scheint/nichts näher bestimmen; nur das ist gewiß, daß er mit dem N'naba rvraüa 3) mit „der Last der Reiche, den Dienern von Götzenbildern" nicht ein mrrhamedanisches Reich gemeint haben kann; viel eher möchte ich das auf die 1) Machsor Heidenheim 9. p. 79. (ed. 1803). 2) P. 74b. sagt er: nsaw— a^aab "N2 — a^sannaab rnbu) a^aaix ÄN. Er als Vorsänger bekundet stch also, wie er in die Mitte der Gemeinde am achten Tage tritt, um den Regen zu erbitten; er schildert zuerst in dem Regengebet das Wasser. Mit mächtiger Phantasie, die von kabbalistischphilosophischer Anschauung getränkt ist, beschreibt er das Wesen. Aber die Gewalt res Meeres, des Sturmes ist darin nicht gezeichnet. Er schildert den Sommer und die dürstende Erde; ein Blitz erscheint, der Donner rollt chm nach und der erquickende Regen. Ein Bewohner der Hafenstadt hatte den Anblick des Meeres nicht vergessen, nicht die Gewalt des Orcans auf den Wassern. Denn, sagt er, nachdem er geschloffen a^a ''■rön s^anb nnanb *inn. Diese Flüsse hat Gott bestimmt für das Land und das Ausland nisiffl ynab. Jedem besonders hat er aufgetragen, wie viel des Wassers er zuzuführen hat, aber c^a nnrn a^aa-n naab a^a ^ba nab bat) nina?' säob bg«. Das ganze Gebet geht nun ganz.öffenbar auf Palästina; hat er, der Verfasser, daselbst nicht gelebt, so wäre wohl irgend eine Anspielung von ihm darauf angebracht worden. So aber tritt er in die Versammlung, für sie um Regen zu bitten. Die Erhaltung aller Länder (p. 80b.) a^aia nibtaa nnaa ■'ttg ba überläßt Gott den Gestirnen; Palästina aber verwaltet er "selbst, abn nai und dann a?a fijatebtjaiöb tinia lyang ,cna ‘'bni yna töan*i folgt sogleich: „Und du hast in deiner Hand des Himmelregens Schlüssel, außer dir mag keiner die Behälter des Wassers zu öffnen, bestätige dein herrlich Wort und gib ihnen hinreichend Wasser." Wie drastisch dabei er in die Erinnerung vergangener Tage fich versenkt, geht ans den zwei auffallenden Stellen hervor: "yaai a^saia* an w* nsav a^aaa a^an und ebenso sagt er p. 79b. a^a aib rtnbiü a^aaaa. “paa, indem er von diesem berühmten Brauch spricht, als oll ihn eben die anwesende Menge vollbracht hätte._ Aber nur in Palästina kann der Dichter jo drastische Erinnerungen bilden. Soll aber die NaxiLN ma nnaiö ganz nach Zerstörung des Tempels verschwunden sein? 3) Schon Sachs p. 210. N. widerlegt. Rappoport, der darunter daö muhameoanische Reich verstehen wollte.

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