Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 6 (Juni 1846)
- Date
- 1846-06-01
- Page
- Seite 224 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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2Ü4 Zur Geschichte der Juden in Polen. Juden als die protestantische Schule. Rey von Naglowiec donnert in seinen Schriften gegen die Juden; Prjyluski, vom Augsburgischen Bekenntniß, greift sie mit weit größerm Wahnsin an als Hasius, katholischer Bischof und Kardinal. Kamieniecki, Bischof von Bialobrzez fordert die Christen auf, daß sie die Juden umbringen, wenn sie nicht selbst wollen umgebracht werden.. (Fortsetzung folgt.) Zur Wiüentchakt des Zudenthums. Ueber geschichtliche und literarhistorische Arbeiten dieses 5. Jahrzehntes. (Schluß.) Der Midrasch erwähnt die Form arrtn iaht1);' in einigen kommt fcrrda ,pn^ ^p^ als Akrostich vor 2). Zunz bemerkt, daß die Nebeneinanderstellung des yrp und in den Pesikta's und-dem Midrasch Cant, und Kohelet für die damalige Eristenz von gottesdienstlichen Poesien der Art zeige. Kalir selbst nennt sich nicht anders als die Borbeter immer geheißen haben „Boten der Gemeinde/' Bon einem R. Jannai, einem Sänger vorElasar, hat man jetzt genauere Nachricht). Kurz, um zusammenzufaffen, was über diese Entstehung der Pintim ^zu denken ist: Wenige Zeit vor Rab, der die Gebete des jüdischen Feien ordnete,, hat Bardesani 4) die syrische Liturgie gebildet; auf beiden Seiten hat sich ün Lause der Jahrhunderte in der Einschaltung von Gebetstücken ein Wechsel der Formen eingestellt, der unter der Einwirkung kabbalistischer Elemente nur an die Davidischen Psalmen anknüpfend zu einer immer ansgetildetereu Form sich erhob, wie sie uns in den Sagen von Kalir erhalten sind. Das Vaterland dieser Piutim scheint also, sei Kalir woher man auch immer wolle, Palästina zu sein; es ward noch einmal wie in uralter Zeit die Heimath großartiger Poesien. Aber so starke Gründe, daß Elasar in Italien gelebt, mö- - gen wir auch für Palästina anführen kennen. Der Ort Sfcfe (Genesis 10.19.) heißt in deur Targum ^n^p und im Bereschith Rabba m?p (p- 32b.), das ist die Stadt KaXUQQorj, die nicht weit vom Jordan liegend auch Josephus und Plinius erwähnen und Hieronymus nicht minder für 2B? wiedergibt ^). In dem großen Akrostich, in dem sich bei dem Regengebete m-ipE “rtp wilt findet, hat nran immer KeriathSefer, Buchstadt mit y gelesen. Es steht aber ’ 1) Zunz G. V. 380. N. v. Sachs>'174. N. 4. 2) Zunz G. V. 381. N. a. 3) Zunz G. V. 381. N. a. „Israelit. Annalen 1841. p. 295. Dukes p. 7. 4) A^semanni 1, 390. laßt ihn mindestens bis 190 n. Ehr. leben; Hahn ruckt sein Leben (p. 17) bis zum zweiten Decenninm des 2. Jahrhunderts. 5) Gallmt vietlonn. de la bible 1, 479. Munk Palestine p. 75.