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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1846-06-01 · 6 (Juni 1846) · p. Seite 208

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1846)
Issue
6 (Juni 1846)
Date
1846-06-01
Page
Seite 208 (sequence 10)
Language
German
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208 Dir Prluclpie« des Talmuds in Bezug auf Reformen im Zudeuthume »c. sich verbreitet hat, dieselbe durch keinerlei Synode mehr aufgehoben werden könne; aber auch diese Bestimmung findet keine Begründung im Talmud, sondern ist im Gegentheil Gittin 36b. erwiesen, daß eine Umzäunung eines göttlichen Gesetzes von einer Synode geschehen, von einer andern, die größer an Gelehrsamkeit und Anzahl ist, aufgehoben werden könne, denn Prosbvl ist nicht, wie Karo zu Maimonides daselbst §. 2. glaubt, der bürgerlichen Wohlfahrt wegen, sondern vielmehr zur Umzäunung des Gesetzes 5. B. M. 15, 8. 9. eingeführt worden, wie dieß in der Aisoboa Soliebüt 10, 3. und in Maimonides selbst Hilch. Sehmita cap. 9, 16. auSgedrückt ist nt mini» vwit) -,ptn iin nsna» “,a “i natun mma airon is y^msi nt ra. Denn wäre es bloß, wie Karo meint, zu einem politischen und nicht religiösen Zwecke geschehen, so hätte man gewiß zur.Aufhebung nicht erst einer höheren Behörde nöthig gehabt, weil ste in diesem Falle jede Behörde, gestützt auf den Grundsatz npan S'a -fpsn, aus welchem Hillel selbst das mosaische Gesetz abolirt hat, hätte abrogiren können (siehe ranm daselbst mti « n'i). Aus diesem Grunde wollte man ja auch unter R. Jehüda Hanast die Rethinim ftei machen, lebamot 79b., wenn nicht etwas ganz Anderes im Wege gestanden hätte. Wenn es aber doch im Talmud (Aboda Sara 36a.) heißt irrt« sm tman ri'*>» ytn ii ■psana ps vi mai, so werden diese rnian rn nicht deßwegen ausgezeichnet, sonder» aus dem Grunde den lerusvbalmi Svbabbat I. zur Mischna 4. angibt in den Worten *pna 'ast rni •pti ni« .»B si ynmaasa anb hiast) >»s» iaa» rn« iiu '■’Sst n>, wie wir bereits oben ad I. bemerkten, und wie dieses die Tosefot in Aboda Sara und Gittin gründlich durchfuhren, indem sie diese dem Maimonides entgegengesetzte Meinung ausstellen, die einzig und allein im Talmud begründete. Run bleibt uns aber auch noch zu untersuchen übrig, ob diese Regel ytmai n»ana uaa Vnj s'stx man H'a ■nnn iaai im n'a ■p» bei den in der Praxis unter Israel verbreiteten Synodalbeschlüffen unbedingte und allgemeine Geltung habe, vier ob nicht auch selbst diese Art Satzungen unter gewissen Bedingungen von einer kleinern Synode aufgehoben werden können? Aber auch hierüber gibt uns die jerusalemitische wiediebabylonische Gemara den klarsten Aufschluß. Wir findennämlich (Beza 5a.) noch einen andern Grundsatz ausgesprochen „ptaaia -an is mmi ms -p-» -pns. Alles, was von einer Gesammtheit verboten wurde, muß wieder durch eine andere Gesammtheit gelöst werden." Dieser Ausspruch ist seinem Wortsinne nach ein ganz anderer als der ps ■nwn'a itn iaai im -i'a und scheint vielmehr den Grundsatz zu enthalten, den R. Abiahai» den David (Oil. Mainrim II, 2.) behauptet,

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