Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1846)
- Issue
- 6 (Juni 1846)
- Date
- 1846-06-01
- Page
- Seite 207 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Principien des Talmuds i» Bezug auf Rrjenuen im Jndeuthume rc. 207 Ad V, Dahin gehören alle Satzungen im Talmud, bei denen entweder ausdrücklich gesagt wird, daß sie einer Synode ihr Entstehen zu verdanken haben, oder die als Meinung der Mehrheit ohne einen Widerspruch eines Einzigen dastehen. (Daß die Satzungen, die mit iwa Ym angegeben werden, von der jerusalemitischen Gemara der göttlichen Tradition gleichgestellt werde», haben wir schon Ad I. erwähnt.) Was nun diese Classe anbelangt, so findet sich im Talmud der Unterschied ausgedrückt und begründet zwischen jenen, die nicht psita aro in Israel allgemein verbreitet, und jenen, die am tf'a-ws ax-mn in Israel allgemein verbreitet, d.h. beim größten Theil bereits in Ausübung sind. s) Jede wie immer gestaltete Entscheidung und Einführung einer Synode, die nicht in der Praxis sich verbreitet hat, nicht bei dem größten Theil in Israel in Ausübung gekommen ist'), kann von jeder andern späteren Synode modificirt oder ganz aufgehoben werde». Die -Beweise dafür sind die Reformen des R. Jehuda HaNasi Abnda Sara 36a., des R. Jehuda ben Betera Berachot 22a. Siehe ferner Jeruschalrai Schabbat 1. zur Hal. 4. und Babli Gittin 36b. Von dieser Art sind huch die Reformen der spatere» Behörden, deren in fcerMischna Ketubot 57a. Gittin 55b. Nedarim 66a. Nasir 34b. und Rosch Haschana 30b. auch in der Getnara, und Rrubin 41a. Erwähnung geschieht. b) Jede Entscheidung oder Einführung einer Synode, die in der Praxis unter Israel sich verbreitet hat, bei dem größten Theil desselben in Ausübung gekommen ist, kann nur durch eine Synode wieder aufgehoben werden, die größer ist an Gelehrsamkeit tlnd Anzahl als jene, die sie ausgeführt (Aboda Sara 36a. Jeruschalmi Berachot I. Hal. 4.). R. Abraham ben David zu Aaimon. Büch. Mamrim II , 2. will behaupten, daß Satzungen dieser Art nie und durch keine Synode aufgehoben werden können, was aber nach dem, was wir von der ersteren Art ad a. gesagt haben, gar nicht Statt finden kan», denn da ist erwiesen, daß eine nicht in der Praxis unter an* verbreitete Satzung einer Synode von jeder anderen Synode aufgehoben werden könne; wo würde dann der Satz paan naana aaa Vm a"xx seine Anwendung finden? (Siehe auch reisa tanh daselbst.) Auch Maimvnides daselbst tz. 3. stellt den Grundsatz auf, daß, wenn die Entscheidung oder Einführung der Synode zur Umzäunung der Gesetze -ron amb geschehen ist und in der Praxis in ganz Israel 1) Auffallend ist, daß die meisten nachtalmudischen Casnisten die Lehrart bsoffii bas '■n’D*'* Btt» haben, wahrend es in unserem Talmud heißt affiZ .bxaffii am